August-Zander bei Rendsburg
August-Zander an der Spundwand bei Rendsburg

484 Zentimeter zeigt der Pegel bei Rendsburg, der Nord-Ostsee-Kanal führt damit normales Wasser. Im August stehen Zander und Barsch besonders zuverlässig an den harten Uferkanten. Dort treffen Spundwand, Grund und die von Schiffen erzeugten Strömungslinien aufeinander. Für den frühen Morgen und die letzten Stunden des Tages ist das eine starke Kombination.
Am besten laufen kleine bis mittlere Gummifische zwischen acht und zwölf Zentimetern. Natürliche Dekore fangen bei klarer Sicht, dunkle Silhouetten bringen bei Bewölkung und in der Dämmerung mehr Kontrast. Das Gewicht bleibt so leicht wie möglich: zehn bis 20 Gramm reichen an vielen Kanten, bei stärkerem Schiffsdrall darf der Kopf etwas schwerer ausfallen.
Langsam über den Kanalgrund
Die Führung entscheidet. Der Köder wird dicht an der Spundwand ausgeworfen, kontrolliert absinken gelassen und anschließend langsam eingekurbelt. Kurze Stopps halten ihn länger in der heißen Zone. Eine kompakte Spinnrute mit direktem Köderkontakt zeigt auch vorsichtige Tocks, während der Köder sauber über den Grund läuft und nicht hektisch hochspringt.
Gute Strecken liegen zwischen Königsförde und der Rendsburger Schwebefähre. Richtung Breiholz und Sehestedt finden sich ebenfalls markante Kanten. Bei 650 Zentimetern in Strohbrück und 491 Zentimetern in Brunsbüttel bleibt die Wasserführung insgesamt ausgeglichen. Zander sind im August der verlässlichste Zielfisch, doch Barsch und gelegentlich Hecht mischen sich ein. In der blauen Stunde zieht der Gummifisch knapp über dem Grund an der dunklen Stahlwand entlang.
Empfohlen: Kompakte Spinnrute