Barsch am ersten Licht am Baldeneysee
Baldeneysee: Barsch am ersten Licht

110 cm am Hattinger Ruhrpegel zeichnen ein niedriges, überschaubares Bild für den Baldeneysee bei Essen. Der Ruhrstausee zwischen Werden, Bredeney, Heisingen, Kupferdreh und Fischlaken ist ohnehin flach: Rund acht Meter Maximal- und etwa vier Meter Durchschnittstiefe lenken den Flussbarsch an die Kanten. Für die Frühschicht liegen die besten Chancen deshalb an Kaimauern, steilen Uferfüßen und der groben Steinpackung.
Am ersten Licht zieht der Barsch gern in 1,5 bis 4 Meter Wassertiefe und jagt Kleinfisch dicht über dem harten Grund. Eine Drop-Shot-Montage mit 5-cm-Gummifisch bleibt dort lange im Sichtfeld. Der Köder wird knapp über den Steinen gehalten, nur wenige Zentimeter angehoben und wieder absinken gelassen. Lange Pausen bringen oft mehr als hektische Sprünge, besonders wenn das Wasser ruhig und klar ist.
Die Kaimauer sauber absuchen
Für die Steinpackung passt ein Fluorocarbon-Vorfach mit 0,20 bis 0,28 Millimetern, kombiniert mit feiner Geflechtschnur um 0,08 bis 0,12 Millimeter. Ein 5- bis 12-Gramm-Blei hält die Montage nahe der Wand und lässt sich an wechselnde Tiefe und Strömung anpassen. Kleine Finesse-Haken der Größen 6 bis 2 sitzen sicher im schmalen Köder. Natürliche Barsch-, Grundel- und Motoroil-Töne wirken am Baldeneysee unaufdringlich.
Im Spätsommer beginnt das Beißfenster an den beschatteten Uferseiten und wandert mit der Helligkeit zur ersten Kante. Bleibt der Barsch an der Wand aus, lohnt der Wechsel wenige Meter weiter statt eines großen Standortwechsels. Zwischen den Steinen stehen außerdem Hecht und Rapfen, an tieferen Mauerabschnitten sowie in der Dämmerung kann Zander auftauchen. Der erste kräftige Ruck in der dünnen Schnur kommt häufig direkt über dem dunklen Basalt, während hinter den Kaimauern langsam die Sonne über Essen steigt.
Empfohlen: 5-cm-Gummifische für Flussbarsch