September-Barsch bei Überlingen
2,74 Meter am Pegel Konstanz: Die Barsche stehen tief

Der niedrige Wasserstand am Bodensee verändert im September die Suche bei Überlingen. Rund 2,74 Meter am Pegel Konstanz bedeuten klare Kanten und wenig Spielraum im flachen Uferbereich. Die Barsche sammeln sich jetzt an steilen Außenböschungen, Felskanten und Übergängen von Stein zu Schlick. Besonders aussichtsreich sind die deutschen Uferabschnitte zwischen Überlingen und Meersburg.
Frühe Stunde flach, später direkt an der Kante
Am Morgen und in der letzten Abendstunde ziehen die Barschtrupps häufig etwas höher. Sobald die Sonne den Obersee erreicht, wandern sie meist in 15 bis 30 Meter Tiefe. Das Echolot zeigt kompakte Schwärme oft knapp über dem Grund. Hafenausgänge und die Felskanten vor Überlingen bleiben dabei ebenso interessant wie die steilen Ufer bei Meersburg.
Für diesen Septembertag passt eine fein geführte Drop-Shot-Montage. Kleine Krebsimitate von 4 bis 7 Zentimetern, schlanke Gummiköder oder 5 bis 7 Zentimeter lange Shads werden dicht über Hartgrund angeboten. Das Blei darf 7 bis 18 Gramm wiegen, damit der Köder trotz Drift sauber am Grund bleibt. Nach dem Ablassen folgt kein hektisches Zupfen: Anstehen lassen, leicht zittern und die Montage wieder wenige Zentimeter anheben.
Eine 2,1 bis 2,4 Meter lange Rute mit 5 bis 18 oder 7 bis 21 Gramm Wurfgewicht passt gut zu den tiefen Kanten. Geflochtene Schnur zwischen 0,08 und 0,10 Millimetern überträgt auch vorsichtige Tock, davor sorgt ein Fluorocarbon-Vorfach mit 0,22 bis 0,28 Millimetern für unauffällige Präsentation. Neben Barsch können am Bodensee Zander, Hecht und Seeforelle einsteigen.
Der beste Biss kommt oft genau dann, wenn der Köder scheinbar reglos über dem Fels liegt. Unter dem Boot zeichnet sich der Schwarm als dunkle Wolke ab, während das 12-Gramm-Blei langsam an der Kante entlangtickt und der erste Septemberbarsch zwischen Stein und Schlick zuschlägt.
Empfohlen: Unauffälliges Fluorocarbon-Vorfach