Felchen am Bodensee im August
274 Zentimeter Pegel: Felchen stehen tief

274 bis 276 Zentimeter zeigte der Pegel in Konstanz Ende August 2026. Damit liegt der Bodensee rund 96 bis 130 Zentimeter unter dem saisonalen Mittel. Das Wasser ist mit 23,2 bis 23,3 Grad warm. Felchen ziehen deshalb in die Tiefe, statt lange im flachen Uferbereich zu stehen.
Das Morgenfenster liegt über dem Becken
Am besten läuft die Fischerei früh am Morgen, bevor Sonne und Bootsverkehr das Freiwasser unruhig machen. Die Hegene arbeitet derzeit meist zwischen 20 und 40 Metern. Im Überlinger See, am Mainau- und Konstanzer Trichter sowie vor Friedrichshafen, Langenargen, Meersburg und Radolfzell liegen die aussichtsreichsten Tiefenlinien.
Gesucht wird die Fischschicht mit dem Echolot, anschließend sinkt die Montage knapp darüber oder bis wenige Meter über den Grund. Bei besonders klarem, warmem Wasser stehen Felchen und Blaufelchen auch tiefer, häufig in der Nähe der Sprungschicht. Kurze, saubere Bewegungen reichen; hektisches Reißen bringt in dieser Phase selten zusätzliche Bisse.
Feines Gerät, kleine Nymphen
Eine feine Rute, dünne Hauptschnur von etwa 0,14 bis 0,18 Millimetern und deutlich feinere Vorfächer passen zu den vorsichtigen Bissen. Je nach Tiefe und Drift genügen 10 bis 40 Gramm Blei. Kleine Nymphen oder Felchenfliegen werden vertikal geführt, bei leichter Drift bleibt die Hegene knapp über der markierten Fischschicht.
An Kanten und in Ufernähe können zusätzlich Barsch, Hecht oder Zander einsteigen. Über dem tiefen Becken bleibt der Zielfisch jedoch die Felche. Wenn die erste Sonne über Konstanz steht, sinkt die Montage unter das warme Oberwasser, und auf dem Echolot zeichnet sich die silberne Schicht erneut ab.