Nase an der Donau bei Ulm
Nase an der Donau bei Ulm: Kiesrinne statt Tiefenloch

Zwischen Ulm und Neu-Ulm stehen Nasen oft in nur 0,5 bis 2 Meter tiefem Wasser. Entscheidend ist nicht die tiefste Stelle, sondern eine flache Kiesrinne mit spürbarer Strömung. Dort treffen hoher Sauerstoffgehalt, grobes Substrat und eine natürliche Futterspur zusammen. Nach Hochwasser verändern sich die Kiesbänke und Rinnen regelmäßig, wodurch bekannte Plätze plötzlich anders laufen.
Die Nase hält sich dicht über dem Grund und nutzt die bodennahe Strömung, um Algenaufwuchs und kleine Nahrungsteilchen vom Kies zu sammeln. Besonders interessant sind die auslaufenden Kanten einer Kiesbank, Einläufe von Nebenströmungen und ufernahe Rinnen. In der Donau bei Ulm ist die Flussmitte vielerorts flacher, während die stärkere Rinne näher am Ufer liegt. Barbe, Döbel, Äsche, Rapfen, Flussbarsch und gelegentlich Hecht teilen diese Bereiche.
Leichte Feederroute am Kiesgrund
Für die Suche genügt eine leichte Feederroute mit 20 bis 40 Gramm Futterkorb, 0,18 bis 0,22 Millimeter Hauptschnur und einem 60 bis 100 Zentimeter langen Vorfach. Der Futterkorb soll gerade genug Zug bekommen, damit er liegen bleibt, aber nicht über den Grund rollt. Schlanke Montagen arbeiten am Kies unauffälliger als schwere Bleie. Kleine Madenbündel, Pinkies, Mais oder fein geschnittene Wurmstücke bringen die Nase zuverlässig an den Haken.
Geworfen wird leicht stromauf, damit der Köder natürlich über die Rinne driftet. Bei klarem Wasser liegt die Futterspur knapp oberhalb der Kante, nicht direkt im stärksten Zug. Gute Suchbereiche finden sich im Stadtgebiet von Ulm und Neu-Ulm, an Wehr- und Kraftwerksabschnitten sowie auf den Kiesflächen unterhalb der Iller-Mündung. Dort mischen sich Strömung und Sauerstoff, während über dem hellen Grund die ersten Nasenflanken aufblitzen.
Empfohlen: Schlanker Futterkorb für Kiesgrund