Das Comeback des Rheinlachs: Wo Lachs wieder steigt
Seit den 1980ern kehren Lachse in den Rhein zurück

Der Lachs — Lachs — war lange nur noch Legende am Rhein. Heute steigen wieder Tiere in die Nebenflüsse, glänzend, muskulös, auf der Suche nach Kiesbetten. Angler begegnen ihnen inzwischen in der Lahn, Sieg, Mosel und an einigen Stellen des Oberrheins.
Die Rückkehr ist kein Zufall. Saubereres Wasser, gezielte Besatzprojekte und Maßnahmen wie Fischpässe haben Flussläufe wieder durchgängiger gemacht. Wer früh morgens an einem Kiesufer steht, hört das klare, kalte Wasser und sieht Spuren: zerbrochene Wellen, ein Stück Schuppe im Gras.
Wo und wie die Begegnungen stattfinden
Die besten Begegnungen passieren an Mündungen, Flussverengungen und hinter Wehren, dort, wo Lachs natürlich aufsteigt. Er verhält sich nicht wie der träge Hecht; Lachs zieht schnell, kraftvoll, oft im Schwarm. Viele Angler wechseln auf raue Vorfächer, kräftige Rute und stabile Rolle, setzen auf Fliegen oder Pilker.
Das Erlebnis ist konkret: eine Rute, die sich krümmt, ein heftiger Lauf, das Licht auf silbernem Rücken. Nach dem Drill zeigt sich häufig ein kräftiger, noch tropfender Fisch, der Kies wühlt und im Uferlicht zittert. Solche Szenen haben den Rhein wieder auf die Karte der Lachsgewässer gesetzt.