September-Quappen an der Oder bei Frankfurt
September-Nachtansitz an der Oder bei Frankfurt

89 bis 99 Zentimeter Wasserstand an der Oder bei Frankfurt (Oder) machen die Buhnenkanten derzeit auffallend markant. Das Wasser bleibt niedrig und klar, die Fische ziehen sich an tiefe Abfälle, Buhnenköpfe und die Strömungskante zurück. Für die ersten Septembernächte sind dort Zander, Flussbarsch, Hecht und lokal auch Wels die naheliegenden Zielfische.
Tauwurm am tiefen Buhnenkessel
Der Nachtansitz beginnt am besten an einem Buhnenfeld, dessen Kessel sauber in die tiefere Fahrrinne abfällt. Ein Tauwurm liegt auf Grund, knapp außerhalb der stärksten Strömung. Dort bleibt der Köder ruhig und wird trotzdem von Fischen wahrgenommen, die nachts aus der Rinne auf die flachere Kante steigen. Ein ganzer Wurm oder ein Bündel aus zwei bis drei Tauwürmern hält kleine Rotaugen länger auf Abstand.
Für die Oder bei Frankfurt passt eine robuste Grundmontage mit 0,30 bis 0,35 Millimeter Hauptschnur und einem belastbaren Vorfach. Je nach Druck an der Kante kommen 30 bis 80 Gramm Grundblei zum Einsatz. Ein Bissanzeiger meldet vorsichtige Zupfer, während die Rute tief und sicher auf dem Rodpod liegt. Bei stärkerem Zug muss das Blei schwer genug sein, damit der Köder nicht in die Rinne wandert.
Aktuelle Fangübersichten für die Frankfurter Oderstrecken führen neben Zander und Barsch auch Brassen, Karausche, Karpfen, Rotauge, Rotfeder und Döbel. Der Seitenarm in der Stadt sowie die Buhnen Richtung Kietz bieten dabei unterschiedliche Strömungsbilder. Bei niedrigem Pegel zählt nicht das weite Absuchen, sondern der präzise Wurf an eine sichtbare Tiefenkante.
Am späten Abend fällt das Licht aus den Uferbereichen, und die klare Oberfläche wird glatt. Dann liegt der Tauwurm direkt vor dem dunklen Buhnenkopf, die Schnur zeichnet sich kaum gegen das Wasser ab, und im ersten Nebel wandert ein schwerer Schatten aus der Oderrinne heran.
Empfohlen: Elektronischer Bissanzeiger für Nachtansitz