Beissvorhersage in Nürnberg
Die Pegnitz durchquert die Nürnberger Altstadt auf beiden Ufern – mit Forelle, Äsche, Hecht und Barsch auf den schnelleren Abschnitten. Stromab weitet sie sich zum ruhigen Wöhrder See mit Brachse und Karpfen. Der Beissindex unten bildet Hecht, Barsch, Brachse und Karpfen ab.
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Wo man in Nürnberg angeln kann
Die Pegnitz durchquert die Nürnberger Altstadt auf beiden Ufern zugleich – ungewöhnlich für eine deutsche Großstadt, die meisten wachsen an einem Ufer entlang. Das Ergebnis: der historische Altstadtabschnitt gilt als einer der brückenreichsten Flussabschnitte Europas, mit Stegen und Brücken dicht an dicht zwischen Hauptmarkt und Maxbrücke.
Stromab, außerhalb der Altstadt, weitet sich die Pegnitz zum Wöhrder See – einem künstlich angelegten Stausee mit deutlich ruhigerem, stehendem Wasser und eigenem Fischbestand.
Auch in Nürnberg gibt es kein öffentliches Register der Angelrechte – die Pegnitz und die Rednitz werden vom Fischereiverein Nürnberg e.V. betreut, dem ältesten Fischereiverein Mittelfrankens, der insgesamt 16 Gewässer auf rund 210 Hektar bewirtschaftet.
Geschichte der Fischerei in Nürnberg
Die Pegnitz war für Nürnberg über Jahrhunderte mehr als ein Fluss – sie trieb Getreidemühlen, Schleifmühlen und Papiermühlen an und versorgte die Stadt mit Fisch. An den Ufern lagen einst Schlachthäuser und Fischmärkte, die den Fluss stark belasteten; die Mühlräder verstopften regelmäßig durch Schlachtabfälle, das Reinigen galt als gefährliche Arbeit.
Ein Hochwasser im Jahr 1909 ließ das Wasser auf dem Hauptmarkt auf über zwei Meter steigen – ein Beleg dafür, wie sehr die Stadt bis ins 20. Jahrhundert hinein vom Fluss abhing, im Guten wie im Schlechten. Am Henkersteg steht bis heute das letzte erhaltene Nürnberger Fischerhäuschen – heute eine Cocktailbar, aber ein sichtbarer Rest der alten Fischerzunft direkt über dem Wasser.
Organisiert wurde die Angelfischerei ab dem 26. Mai 1879: An diesem Tag gründete Otto Freiherr von Stromer, erster Bürgermeister der Stadt, den Fischereiverein Nürnberg e.V. – er besteht bis heute und ist der älteste Fischereiverein Mittelfrankens.
Was heute an Pegnitz, Rednitz und Wöhrder See erlaubt ist – Schonzeiten, Mindestmaße, Fangmengen – legt nicht die Stadt fest, sondern der Landesfischereiverband Bayern gemeinsam mit der Fischereibehörde, jährlich neu. Vor dem Angeln dort nachfragen, nicht hier.

Foto: Dr. Bernd Gross, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Welcher Fisch beisst und womit
Pegnitz und Rednitz führen ein typisches fränkisches Artenspektrum: Forelle und Äsche in den schnelleren, klareren Abschnitten, dazu Hecht, Barsch, Döbel und Brachse in den ruhigeren Bereichen und im Wöhrder See. Der Beissindex unten deckt Hecht, Barsch, Brachse und Karpfen ab – das gleiche Grundset wie überall auf FisHub.
Auf den kurzen, steinigen Altstadtstrecken der Pegnitz eignet sich leichtes Spinnfischen mit kleinen Ködern für Döbel und Barsch am besten; im ruhigeren Wöhrder See funktioniert klassisches Grundangeln mit Made oder Mais auf Brachse und Karpfen zuverlässiger als an der strömungsreichen Pegnitz selbst.
Wie man den Beissindex liest
Der Beissindex unten bewertet Luftdruck und dessen Trend für Hecht, Barsch, Brachse und Karpfen – das Grundprinzip ist auf FisHub überall gleich.
Die Pegnitz reagiert in der Altstadt schnell auf Regen: Als kleinerer Fluss steigt und trübt sie sich innerhalb weniger Stunden, deutlich schneller als der ruhige Wöhrder See mit seinem größeren Wasserkörper. Nach starkem Regen lohnt sich am Fluss ein Blick auf den Pegel vor dem Blick auf den Beissindex.
Saisonalität des Angelns in Nürnberg
Mit steigenden Wassertemperaturen im Frühjahr werden Hecht und Barsch in der Pegnitz und im Wöhrder See aktiver. In diese Zeit fallen die gesetzlichen Schonzeiten der Laichfische, deren genaue, für das laufende Jahr geltende Termine der Landesfischereiverband Bayern vor Saisonbeginn veröffentlicht.
Sommer und Herbst gelten als stabilste Zeit für Raubfisch an beiden Gewässern. Im Winter kann der flachere Wöhrder See an seinen Rändern zufrieren, während die fließende Pegnitz meist offen bleibt.
Was Praktiker raten
Der Fischereiverein Nürnberg, der 16 Gewässer auf rund 210 Hektar bewirtschaftet, empfiehlt für die Pegnitz leichtes Gerät und kleine Köder, passend zum eher kleinen, steinigen Flussbett der Altstadtstrecke. Für den Wöhrder See gilt die klassische Grundmontage mit Made oder Mais als zuverlässigste Wahl auf Brachse und Karpfen.
Fragen und Antworten
Braucht man in Nürnberg einen Angelschein?
Ja – einen gültigen Fischereischein plus die für das jeweilige Gewässer nötige Angelerlaubnis. Details klärt der Fischereiverein Nürnberg e.V.
Warum hat Nürnberg so viele Brücken über die Pegnitz?
Weil die Stadt von Anfang an auf beiden Flussufern wuchs, statt sich wie die meisten Städte auf einer Seite auszubreiten – der Altstadtabschnitt gilt deshalb als einer der brückenreichsten Flussabschnitte Europas.
Welcher Fisch ist typisch für Nürnberg?
Forelle und Äsche auf den schnelleren Pegnitz-Abschnitten, dazu Hecht, Barsch und Brachse im Wöhrder See – der Beissindex unten bildet davon Hecht, Barsch, Brachse und Karpfen ab.
Fischt man am Wöhrder See genauso wie an der Pegnitz?
Nicht ganz: Der Wöhrder See ist ein ruhiger Stausee, während die Pegnitz selbst nach Regen schnell steigt und sich eintrübt.
Mehr zum Angeln in der Nähe
Interessante Fakten über Angelhaken und zur monofilen Schnur stehen im FisHub-Wiki, ebenso zur Trommelrolle. Weitere Beissvorhersagen für Deutschland gibt es auf der Übersichtsseite, darunter München, ebenfalls in Bayern.