Der Bernkastel Hecht
Bernkastel-Kues am Mittellauf der Mosel: Ein Hecht von 120 cm stürzte ein Fuhrwerk um

Die Sage vom Bernkastel Hecht beginnt am Gestade, dort, wo die Weinberge steil zur Mosel abfallen und die Boote wie Flaschen im Hafen liegen. Alte Winzer sprechen von einem Silberrücken, der nachts die Barge an den Pfählen rüttelte; ein Hecht, so groß, dass Männer auf dem Deck das Gleichgewicht verloren.
Ursprung und Abendopfer
Die Legende erzählt, dass abends an der Kaimauer ein Stück Hechtfilet neben dem Wein lag — ein Dank an den Fluss, kein religiöses Ritual, sondern ein verspieltes Abkommen zwischen Fischerhand und Weinrebe. Hecht galt hier als Ehrengast zum Mittag- oder Abendessen.
Angler am Mittellauf wissen: Hecht hält sich in 3–5 Meter tiefen Gullys und zwischen Schilf, oft verborgen unter überhängenden Wurzeln. Eine kräftige Rute und ein 15–25 lb Vorfach, dazu ein Gummifisch oder ein 12–16 cm jerkbait in natürlichen Tönen, bringen die Großtiere ans Band.
Die Küche der Mosel nimmt die Sage beim Wort: gebratener Hecht in Weißweinsauce, dazu ein Glas Riesling von Bernkastel-Kues. Wenn Nebel über der Mosel liegt und der Winzer die Laterne schwenkt, scheint der Fluss noch immer seinen großen Bewohner zu atmen.
Empfohlen: Gummifisch Set