Donau-Wels: Deutschlands verborgene Riesen
Donau-Wels: Deutschlands verborgene Riesen

Der Riese im Fluss
In der deutschen Donau treten Welse (Silurus glanis) immer wieder als Überraschungsgäste auf: Berichte und fotografische Belege dokumentieren Exemplare von mehr als zwei Metern Länge und Gewichten, die lokal an die 100 Kilogramm heranreichen können. Diese räuberischen Süßwasser-Riesen leben oft in tiefen Gumpen und Flussstrukturen, nutzen instabile Strömungskanten und nächtliche Deckungswechsel, um Karpfen, Hecht und andere Fische zu erbeuten.
Warum gerade die Donau?
Der Flussabschnitt zwischen Regensburg und Passau gilt wegen seiner tiefen Altarme, Nebenarme und strukturreichen Ufer als besonders geeignet. Der Wels profitiert hier von großen Nahrungsvorkommen und vielfältigen Habitaten; zudem können einzelne Tiere weite Wanderungen unternehmen und sich in stilleren Altarmen über Jahre halten.
Anglergeschichten und Ökologie
Am Donauufer kursieren zahlreiche Fanggeschichten, von spektakulären Drillbildern bis zu dokumentierten Wiederfreilassungen großer Fische. Wissenschaftler und Freizeitangler schätzen Welse gleichermaßen als ökologische Indikatoren: Ihre Präsenz verweist auf komplexe Nahrungsnetze und verborgene Biotope in einem der wichtigsten Flusssysteme Deutschlands.