EU-Fischereirat legt Fangmöglichkeiten für 2026 fest
EU-Fischereirat beschließt TACs für 2026

In Brüssel verständigten sich die EU-Fischereiministerinnen und -minister auf die zulässigen Gesamtfangmengen (TACs) für 2026 in der Nordsee, im Nordostatlantik sowie in weiteren Meeresgebieten. Die Entscheidungen folgten intensiven Verhandlungen und berücksichtigten auch Abstimmungen mit dem Vereinigten Königreich und Norwegen sowie wissenschaftliche Empfehlungen.
Schwerpunkt: Nachhaltigkeit und Planungssicherheit
Deutschland begrüßte laut Bundesministerium für Landwirtschaft die Einigung, weil sie verlässlichere Planungsperspektiven für die Fischerei schaffe. Zugleich wurde betont, dass die Anpassungen notwendig seien, um Bestände zu schützen und langfristig stabile Fangmöglichkeiten zu ermöglichen.
Konkrete Quotenänderungen
Für Deutschland ergeben sich für 2026 folgende Quoten: Nordseehering 25.421 Tonnen (−29 % gegenüber 2025), Seelachs in der Nordsee 5.030 Tonnen (−24,5 %), Kabeljau 973 Tonnen (−44 %). Die Schellfischquote bleibt bei 2.407 Tonnen stabil; die Schollequote sinkt auf 5.649 Tonnen (−7 %). Auch für Makrele in westlichen Gewässern des Nordostatlantiks gab es Umverteilungen.
Schutzmaßnahmen für Aal und Freizeitfischerei
Die bestehenden Schutzvorgaben für den Europäischen Aal werden fortgeführt: Vorgesehen ist weiterhin eine sechsmonatige Schonzeit, deren genaue Ausgestaltung die Mitgliedstaaten für die Nordsee festlegen, sowie ein Verbot der Freizeitfischerei auf Aal in den Meeresgewässern. Für die Ostsee wurden zusätzliche Schutzpflichten diskutiert.
Regionale Ergänzungen und Ausblick
Neben Nordsee und Nordostatlantik wurden auch Fangquoten für das Mittelmeer und das Schwarze Meer vereinbart. Die Beschlüsse sollen die Bestandsentwicklung überwachen helfen; nationale Umsetzungen und mögliche Anpassungen bleiben für das Jahr 2026 vorgesehen.