Folgen der ICES-Empfehlung 2026
Folgen der ICES-Empfehlung 2026

Kontext
Am 30. Mai 2025 kritisierte die deutsche Fischereiwirtschaft die ICES-Empfehlung für 2026, die deutliche Kürzungen in der Ostsee vorsieht und das Fangverbot für Dorsch verlängern will. Deutschland bezeichnete den Rat als "fehlgeleitet" und verwies darauf, dass Rückgänge bei dem baltischen Dorsch und Hering vor allem auf ökologische Veränderungen zurückzuführen seien.
Hafen- und Küstenfolgen
Für Häfen wie Rostock-Warnemünde, Kiel-Holtenau, Lübeck-Travemünde, Stralsund und Sassnitz dürfte das bedeuten: weniger Ausfahrten großer Fangflotten, strengere Dokumentationspflichten und punktuelle Sperrgebiete in der südlichen und zentralen Ostsee. Küstenangler sollten mit häufigeren Kontrollen an Slipanlagen und bei Hafenlotsen rechnen; der Angelschein bleibt Pflicht.
Was Angler im Frühjahr 2026 erwarten sollten
Küstennahes Brandungs- und Hafenangeln auf Dorsch (Dorsch/"Dorsch") wird anspruchsvoller. Dorsche stehen oft in Wassertiefen von 20–80 m; Bodentemperaturen liegen im April typischerweise bei 4–8 °C. Hering bildet Schwärme in 10–40 m, insbesondere vor Rügen und im Greifswalder Bodden. Praktische Tipps: leichte Spinnrute, Gummifisch 8–14 cm, Kopfbleie 10–40 g und schlanke Pilker für den Bootseinsatz. Echolot, aktuelle Karten der Sperrgebiete und robuste Küstenstiefel sind empfohlen. Schonzeiten respektieren und bei Jungfischen catch-and-release praktizieren, um Druck auf Bestände zu reduzieren.
Empfohlen: Gummifisch 8-14cm