Abendliche Zanderkanten: Unterhavel, Teltowkanal, Rummelsburger Bucht
Unterhavel bei Spandau – 92 cm Zander und schmale Kanten

Unterhavel (Spandau–Pichelssee/Stößensee) trägt den Ruf: hier schwimmen echte Brocken, bis zu 92 cm sind aus der Gegend gemeldet. Die besten Plätze liegen an Kanten, zwischen Stegen und dem Beginn des Havelkanals; Zander stehen gern auf tieferen Leitkanten und bei gebrochener Strömung.
Taktik und Köderwahl
Abenddämmerung bis ein, zwei Stunden nach Einbruch der Dunkelheit ist die Hauptzeit für Zander; Barsch dagegen arbeitet oft am frühen Morgen oder späten Nachmittag. Auf Barsch wirken besonders Gummis 5–8 cm mit leichten Köpfen, auf Zander eher 8–12 cm Ripper, geführt dicht am Grund mit Pausen von 2–4 Sekunden.
Teltowkanal, Abschnitt Königsberger–Wismarer Straße, ist weniger besucht, bietet aber starke Strömungsfenster nach Regen. Hier auf Spuren achten: seitliche Wirbel, Spundkanten und Übergänge von Beton zu Schilf geben den Fangplatz vor. Beim Einlaufen von Kanälen lohnen langsam gezogene Köder und langsame Führungen.
Rummelsburger Bucht und der Bereich Oberbaum–Elsenbrücke bleiben tricky: alte Ufer, Brückenpfeiler und Kanalzuflüsse schaffen Verstecke. Abends, wenn die Stadtlichter brechen, ziehen Zander aus Schattenzonen an freiere Kanten; Barsch nimmt dann oft oberflächennahe Gummis. Schöner Schlussszene: Abendnebel über Pichelssee, ein Zander rollt an der Kante und die Leine zischt durch die Dämmerung.
Empfohlen: Ripper 8–12 cm