ICES 2026: Folgen für Rügen und Greifswalder Bodden
30. Mai 2025: Rügen — Deutschland lehnt ICES‑Empfehlung ab; Decline von Dorsch und Hering als ökologischer Wandel eingeordnet

Aktuelle Bisslage
Lokale Meldungen aus Sassnitz und dem Greifswalder Bodden berichten von weniger regelmäßigen Hering‑schwärmen an den Küstenkanten. Dorschbisse ergeben sich zunehmend an tieferen Kanten und Rinnen, nicht mehr so häufig direkt vor der Brandung. Uferangler auf der Prorer Wiek und am Kap Arkona sehen vermehrt Einzelbisse statt großer Fangwellen.
Wasserstände und Bedingungen
Die Ostsee vor Rügen zeigt saisonale Erwärmung in den flacheren Boddenbereichen; Schichtungen und veränderte Salinität verschieben Nahrungsnetze. Kleinboote melden ruhige See an Windstille‑Tagen, aber steile Temperaturgradienten ab 10–15 m Tiefe — dort sammelt sich der Dorsch.
Taktiken für Ufer- und Kleinbootangler
An der Küste bringen leichte Gummifische 7–12 cm und kleine Blinker die besten Chancen auf sporadischen Dorsch und junge Heringe. Im Greifswalder Bodden funktionieren Paternoster mit Heringsstreifen morgens und abends; bei Kleinbooten dominieren Pilker 60–150 g an Rinnenkanten. Naturköder gezielt an den Tiefenübergängen präsentiert, steigert den Erfolg bei Dorsch.
Saisonprognose
Die Verschiebung der Bestände bleibt steuernd für die Saison 2026: weniger Hering in Küstennähe, Dorsch verlagert in tiefere Zonen. Angepasste Köderwahl und mehr Bootstouren zu Rinnen werden die Angelzüge an Rügen und im Greifswalder Bodden bestimmen.
Empfohlen: Pilker 60-150g Set