ICPR-Telemetrie startet im Rheinbecken
ICPR-Telemetrie: Hecht & Zander im Rheinbecken

Kurzmeldung
Bei der ICPR Fish 2026 Expert Group Tagung in Koblenz (3.–4. Februar 2026) präsentierten Expertinnen und Experten einen Pilot zur Telemetrie von Hecht und Zander. Gemeinsam mit Umwelt-NGOs läuft die erste Testphase, um saisonale Wanderungen im Rheinbecken zu kartieren und Zusammenhänge mit Springfluten sichtbar zu machen.
Was bei Hochwasser beißt
Nach jüngsten Regenereignissen sind Wasserstand und Trübung besonders im Mittelrhein (Koblenz–Bingen) erhöht: Hecht nutzt überschwemmte Weiden, Altarme und Buhnenfelder; Zander konzentriert sich in kanalartigen Tiefenräumen am Main bei Frankfurt und Aschaffenburg. Auf der Mosel (Trier–Cochem und Bernkastel-Kues) reagieren beide Arten auf steigende Strömung: Hecht in Seitenarmen, Zander entlang tiefer Kanten und Uferabbrüchen.
Saisonausblick & Tipps
Für die kommenden Wochen empfiehlt sich das Angeln mit Gummiköder in Verbindung mit langsam geführten Köderfischen, Dämmerungsphasen bleiben besonders erfolgversprechend. Beste Abschnitte sind: Mittelrhein zwischen Koblenz und Boppard für Hecht, Obermain bei Aschaffenburg für Zander, sowie Untere Mosel zwischen Cochem und Bernkastel-Kues für beide Arten. Bei erhöhten Strömungen sind robuste Geräte wie eine stabile Spinnrute und ausreichend Tragkraft der Schnur sinnvoll; Sicherheitsausrüstung für Ufer- und Bootsangler ist ebenfalls ratsam. Die Telemetrie-Pilotdaten sollen in Kürze genauere Hotspot-Karten liefern und Vorhersagen zu Fischbewegungen während weiterer Hochwasser verbessern.
Empfohlen: Robuste Spinnrute 2,10 m