Koblenzer Rhein‑Hecht: Grill, Riesling, Anekdoten
Koblenz: 80–90 cm Rhein‑Hecht zwischen Koblenz und Bacharach

Die Hechte des Mittelrheins tragen Geschmack und Geschichte. Filetieren auf dem Boot ist hier Praxis. Binnen Minuten werden Eingeweide entfernt, kleine Gräten ausgepinziert, das Fleisch sitzt sauber und fest. Frische ist Gesetz.
In den Weinstuben unter Ehrenbreitstein folgt eine einfache Rituale: 500 ml trockener Riesling aus dem Mittelrhein, 150 ml lokales Bier, Lorbeer, Pfefferkörner, Kümmel und Zitronenschale bilden die Marinade. Sechs bis acht Stunden Vakuum ziehen lassen. Der Riesling gibt Säure, die den Hecht ausbalanciert.
Zubereitung und Service
Restaurants verpacken Filet in Folie auf Zwiebelbett. Im Ofen bei 155–160°C 35–45 Minuten oder auf mittlerem Grill 20–30 Minuten garen. Die letzten zehn Minuten offen, frisch geriebener Meerrettich und ganze Senfkörner zum reduzierten Sud.
Auf dem Fluss erinnern Ältere an Zeiten der Lebendköder vor der Morgendämmerung. Heute bleibt das Ritual: Rauch vom Grill, Glas Riesling, leichte Zitrusnoten am Teller. Am Ufer unter der Loreley flackert oft ein Feuer, und der Duft von gegrilltem Hecht mischt sich mit trockenem Riesling.
Empfohlen: tragbarer Kohlegrill