Mittelrhein Hecht am Koblenzer Buhnen
Mittelrhein-Hecht: Buhne 12 bei Koblenz und die Zeit der Bootsmänner
Strömung, Buhnen, Köder
Buhne 12 am Deutschen Eck bei Koblenz hat Namen gemacht: Hechte bis 120 cm und rund 18 kg liegen hinter den Buhnen, in Kehrströmungen bei drei bis sechs Metern Tiefe. Die Buhnenkonstruktionen von 50–100 Metern erzeugen vor der Hauptströmung ruhige Zonen, in denen Köderfische sammeln und Räuber warten. Bootsmänner aus Koblenz und Köln fuhren im Morgengrauen in flachen Kähnen, trollten handgeschnitzte Köder aus Erle oder Weide, 20–30 cm groß, an Vorfächern aus Pferdehaar oder Leinwand von 1,5–2 m, bei 2–4 km/h – das brachte regelmäßig 80–120 cm-Trophäen.

Technik, Jahreszeiten, Team
Im Winter verlagert sich die Jagd auf ruhige Zonen vor den Buhnen, bei vier bis acht Metern; dann kommen 3,6–4,2 m lange Ruten mit kräftigen Rollen zum Einsatz. Modelle wie die Solith River Cresta kombiniert mit Advantor XT arbeiten gut, besonders wenn geflochtene Schnüre 0,35 mm (Tragkraft ~20 kg) verwendet werden. Am Mittelrhein zwischen Koblenz und Bingen ergänzen Zander und Barsch das Bild; Schleien werden als Naturköder geschätzt.
Geschichte und Brauch
Die Tradition reicht ins 19. Jahrhundert: Flößer stachen Hechte mit drei Meter langen Leistern von Holzflößen, danach wurden Fänge am Ufer über Treibholzfeuern geteilt. Die Geschichten von Hechtessen bei Laternenlicht sind gemein. In Koblenz servieren Gaststätten panierte Hechtfilets in Butter mit Äpfeln aus Moselgärten; alternativ im Ofen bei 180 °C 45 Minuten langsam garen, bis das Fleisch mürbe zerfällt.
Empfohlen: starke Angelrolle Advantor XT