Müritz-Barsch Dämmerungsjagd
Müritz, Sietower Bucht: Barsche jagen auf 4–8 m bei Dämmerung

An der Müritz, vor Waren und in der Sietower Bucht, verlagern sich große Barsche zur Dämmerung meist auf vier bis acht Meter Tiefe und schlagen mittig in Schwärme ein. Rotaugen, Lauben und Ukeleis sammeln sich dann zu dichten Kochstellen, die Parma in kurze, explosive Jagdphasen versetzen. Das Spiel aus Licht, Tiefe und Schwarmbewegung bestimmt den Angriff.
Thermokline und Abendzug
Überschreitet die Oberfläche die 20 °C-Marke, ziehen Barsche in die kühlere Schicht an der Thermokline, ideal sind rund 15–20 °C. In der Nähe des Wolldüp-Grabens (bis 21 m) warten kapitale Exemplare, bis das Abendlicht die Beuteschwärme nach mittleren Tiefen treibt.
Die passenden Köderprofile brechen den Rhythmus der Schwärme: ein Dropshot-rig mit 10–20 g Barschpilker oder ein tieflaufender Wobbler, kurze, scharfe Jerks und anschließende Pausen lösen elektronische und visuelle Trigger aus. Beim schnellen Drift können Gewichte bis 40 g nötig werden; zwei bis drei Ruten am Boot erhöhen die Trefferchance.
Für kurze Sommer-Ansitze lohnt der Drift vor Waren: Zielfische beginnen bei 22 cm, viele kapitale Parma erreichen 30–40 cm. Dann kommt der Augenblick ohne Vorwarnung – ein Ruck auf sechs Metern, ein silberner Schatten schießt hoch, die Wasseroberfläche explodiert im letzten Licht.
Empfohlen: Barschpilker 10–20 g