Der Alte Stör von Koblenz
Die 10‑Meter-Historiensäule am Görresplatz und der Alte Stör

Am Deutschen Eck, wo Rhein und Mosel zusammenstoßen, klingt die Geschichte vom Alten Stör wie ein alter Seemannsschrei: ein Riese im Tiefenloch, der Boote ins Schaukeln bringt. Die Altstadt von Koblenz mit ihren Kopfsteinpflastern und dunklen Ufermauern ist gebaut fürs Lauschen.
Bootsmänner berichten von Bissen an den Außenbögen, von Strömungskanten beim Moselmündungswirbel und von Futterfischen, die in den langen Rückströmungen stehen bleiben. Tiefwasser, Schlickkanten und Poller gelten als typische Standplätze für große Störe und gelegentliche Welse.
Ausrüstung und Praxis
Aufgezeichnete Tipps klingen handfest: schwere Montage, starke Monofile als Vorfach, große Haken und große Köder, Gewichte um hundert Gramm für die Hauptströmung. Wer am Ufer entlang der Mosel sitzt, nimmt mehr Ruhe mit als Eile; die Nase riecht Räucherfisch vom Markt, die Augen lesen die Wasserlinie.
Die Legende lebt in den Nächten: Laternen spiegeln sich, ein Frachter rumpelt fern, und am Rand des Stroms taucht nur ein breiter Schatten auf. Ein Boot zittert. Das Echo des Schlagens bleibt in der Kehrmauer des Deutschen Ecks hängen, und die Geschichte vom Alten Stör zieht weiter die Flussnacht entlang.
Empfohlen: große Haken 4/0–8/0