Als Rhein‑Lachs und Donau‑Waller das Tackle veränderten
Als Rhein‑Lachs und Donau‑Waller das Tackle veränderten

Revival der Atlantiksalmoniden am Rhein
Das ökologische Comeback des Rheins und die Wiederkehr der Lachse führten in Deutschland zu einer spürbaren Rückbesinnung auf feines Salmoniden‑Tackle. Leichte, lange Fliegenruten aus Graphit ersetzten zunehmend Bambusmodelle; spezialisierte Schussköpfe und fein abgestimmte Lachsfliegen aus deutschen Bindewerkstätten fanden wieder breite Anwendung an Rhein und Bodensee.
Größere Fische, robustere Technik an der Donau
Parallel veränderten Riesenkatfische (Waller) an der Donau die Ausrüstungsstandards: geflochtene Schnüre mit hoher Tragkraft, verstärkte Rutenblank‑Konstruktionen, robustere Stationär‑ und Multirollen sowie überdimensionierte Keschernetze entstanden – oft in Kooperation mit deutschen Herstellern wie D.A.M. oder Balzer, die Material‑ und Forminnovationen vorantrieben.
Gummifische, Elektronik und regionale Spezialitäten
Die Verbreitung weichplastischer Köder in den 1970er/80er‑Jahren revolutionierte Hecht‑ und Zanderfang in Seen wie Müritz und Edersee; zugleich führten moderne Materialien (Carbon‑Blanks, High‑Tech‑Beschichtungen, ergonomische Korkgriffe) und elektronische Hilfsmittel wie Echolote zu einer feiner abgestimmten, technisch vielfältigen Angelszene in Deutschland.