Rückkehr des Lachses: Vom Sandoz-Unfall zur neuen Lachsart im Rhein
Sandoz-Chemieunfall 1986 – der Tag, der den Rhein veränderte.

Der Fluss, der einst von Lachswanderungen prägte, war stumm geworden. Jahrzehnte industrieller Belastung und Sperren hatten den Atlantischen Lachs aus dem Rhein verdrängt. Aus dem Schweigen erwuchs eine gezielte Antwort: Erneuerung der Gewässer, Bau von Fischpässen und gezielte Wiederansiedlung.
Maßnahmen an Kläranlagen und Habitatpflege verbesserten die Korridore für wandernde Fische. Restocking-Programme setzten Lachsbrütlinge in Nebenflüsse, wo verbesserte Kiesbetten wieder Laichplätze boten. Ergebnis: Junglachse schwimmen heute wieder flussaufwärts.
Was Angler sehen und erleben
Es sind keine großen Schwärme, aber einzelne kräftige Lachsindividuen zeigen sich in klaren Abschnitten des Rheins und seiner Zuflüsse. Traditionelle Ziele verknüpfen sich mit neuen Spots. Die Erwachsenenfische erreichen zum Teil Gewässer, die seit Generationen kein Lachslicht gesehen hatten.
Die Anwesenheit des Lachs hat Folgen für Fischgemeinschaften: Forellenbestände profitieren von sauberer Strömung, Hecht bleibt der alte Räuber. Wer am Ufer steht, bringt Rute und Kescher mit, hofft auf einen flinken Lauf und beobachtet die Sprünge in der Abenddämmerung.
Empfohlen: klappbarer Kescher