Iffezheim: Wie der Lachs den Rhein wieder fand
Iffezheim: Lachs klettert die Fischleiter empor

Am Wehr von Iffezheim ist das Bild unverkennbar: ein silbriger Atlantischer Lachs (Salmo salar) arbeitet sich stromaufwärts. Sprünge, kurz aufblitzende Flanken, dann verschwindet er in der Rinne der Fischpassage. Die Rückkehr wirkt wie eine stille Bestätigung jahrelanger Arbeit.
Der Lachs war im Rhein lange verschwunden. Industrie, Kanalisation und fehlende Durchgängigkeit hatten die Wanderung blockiert. Verbände, Gewässerwarte und engagierte Angler setzten auf bessere Klärung, Lebensraumrenaturierung und technische Lösungen an Staustufen.
Wie der Lachs zurückfand
Fischleitern, gezielte Besatzmaßnahmen und die Wiederherstellung von Nebenflüssen gaben dem Lachs Chancen, wieder laichfähige Bereiche zu erreichen. Naturbelassene Auwälder und kiesige Flussabschnitte wurden zu jungen Laichplätzen. Wo natürliche Reproduktion gelingt, wächst die Population nachhaltig.
Für Angler bleibt das eine besondere Geschichte: früh am Morgen mit Fliegenrute am Ufer stehen, das Wasser riecht nach Kies und Algen, und am Keschernetz zappelt die Kraft eines wandernden Salmoniden, bevor er behutsam zurückgesetzt wird. Beobachtungen am Wehr sind heute Teil des Alltags von Vereinen und Forschung.
Die Szene an Iffezheim zeigt keinen Triumph, sondern einen Prozess: Lachsflanken im Gegenlicht, die Strömung, ein leiser Aufruhr im Wasser und die feste Gewissheit, dass Flüsse wieder wandern lassen können.
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