Der Lachs am Rhein: Rückkehr nach Sandoz und die Praxis der Angler
Rhein-Lachs: Rückkehr nach der Sandoz-Katastrophe 1986

Der Name Sandoz steht für eine Zäsur am Rhein: das Gift im Wasser machte deutlich, dass der Fluss seine Lachse verloren hatte. Reaktionen folgten: mehr sauberes Wasser, gezielte Wiederansiedlung und Bau von Fischpässen. Heute schwimmen wieder Lachs aufwärts.
Die Projekte waren kein Selbstläufer. Wissenschaftler, Verbände und Fischer legten Laichplätze an, transportierten Jungfische und bauten Durchgängigkeiten an Wehren. Der Lachs kehrte nicht allein; er brachte Aufmerksamkeit für Kiesbänke und Nebenarme, besseres Laichsubstrat für viele Arten und neue Chancen für Angler mit blick für Wildlachs und Hecht.
Angeln, Naturpflege, Gerät
Angler am Rhein beobachten Wanderbewegungen, testen Ruten und setzen auf feinfühlige Köderführung. Die Rute bleibt entscheidend, wenn ein Lachs in starker Strömung kommt. Beim Landen sichert ein stabiler Kescher das Tier, bis Fotos gemacht und der Fisch gegebenenfalls zurückgesetzt wird. Viele Praktiken sind heute auf Erhalt statt auf Ausbeute ausgerichtet.
Der Lachs steht symbolisch für eine andere Flusskultur: nicht nur Fang, sondern Renaturierung und Respekt. In klaren Nächten sind die Rücken der wandernden Fische im Flusslicht sichtbar – kleine Momente, die zeigen, dass ein großer Rückkehrer heimisch geworden ist.
Empfohlen: klappbarer Kescher