Wie der Lachs an den Rhein zurückfand
Iffezheim: Die Fischtreppe bringt Lachs zurück

Am Wehr von Iffezheim lässt sich die Geschichte ablesen: Beton, Strömung, eine schmale Treppe, durch die Lachs und Meerforelle wieder nach oben ziehen. Jahrzehntelang war der Rhein für Lachs eine Sackgasse. Heute steigen einzelne Tiere flussaufwärts, kräftig, silbrig, unverkennbar Lachs.
Wiederansiedlung und Technik
Die Arbeit war praktisch und unromantisch: Fischaufstiege bauen, Brutstationen aufsetzen, Jungfische aussetzen. Nach der großen Umweltkatastrophe Mitte der 1980er Jahre wurde die Rhein-Revitalisierung fester Plan. Strömungskanten, Laichplätze in Zuflüssen und die Zusammenarbeit von Behörden und Verbänden machten aus Symbolik handfeste Rückkehr.
Der Erfolg ist fragmentarisch. Nicht jeder Lachs schafft es. Aber in Nebenarmen und Kiesbetten werden wieder Jungfische gesehen; aufsteigende Silberlinge bringen Hoffnung in die Saison. Neben Lachs sind Forelle und Hecht regelmäßig Teil dieser Erzählung, stehen für die ökologische Breite des Flusses.
Am Ufer packen Angler Fliegenrute und Kescher, beobachten die Strömung, spüren den Hauch des Meeres in einem Binnenfluss. Technik bleibt wichtig: Laichboxen, Wanderrampen, kontrollierte Besatzprogramme. Das Ergebnis ist kein Triumph, aber eine spürbare Rückkehr einer großen Wanderfischart.
Ein Morgen am Rhein: Nebel über Kies, ein silberner Rücken bricht die Oberfläche, ein Lachs auf dem Weg nach oben. Die Szene bleibt als Fakt und Bild im Gedächtnis der Flussgemeinschaft.
Empfohlen: stabiler Kescher