Geräucherter Rhein‑Hecht aus Koblenz
Geräucherter Rhein‑Hecht aus Koblenz

Einleitung
Am Mittelrhein, kurz oberhalb von Koblenz, verbindet sich Anglertradition mit rauchiger Küche. Diese kleine, praxisnahe Rezeptur richtet sich an Handboot‑Angler, die frisch gefangenen Hecht (Esox lucius) am Ufer räuchern möchten. Geschmacklich verweist sie auf Erlenrauch und die schlichte Würze der Rheinfahrer.
Zutaten & Vorbereitung
Für eine Portion: 1 ganzer Hecht (1–2 kg), 1,5 l Wasser, 80 g Salz, 40 g Zucker, 2 Lorbeerblätter, Pfefferkörner. Brine: Salz und Zucker im Wasser auflösen, Hecht sauber ausnehmen, schuppen, 6–10 Stunden kalt ziehen lassen. Vor dem Räuchern abspülen und trocknen.
Räuchern & Glasur
Am Ufer auf einfachem Räuchergrill mit Erlenholz oder -spänen räuchern, indirekte Hitze, 70–90 °C, 2–3 Stunden. Kurz vor Ende eine Glasur aus 2 EL grobem Senf, 1 EL Honig, gehackter Petersilie und Zitronensaft auftragen; noch 10–15 Minuten karamellisieren. Die Glasur lehnt sich an die Kräutersaucen der früheren Rheinfahrer an.
Servieren
In Scheiben mit Schwarzbrot, süßem Senf und Cornichons servieren. Der Geruch von Erlenrauch, die feste Textur des Hechts und die pikante Senfkruste machen das Gericht zu einem einfachen, aber charaktervollen Abendessen am Rhein.
Empfohlen: leichtes Handboot