Steckerlfisch: Die Kunst des Fischs am Holzspieß
Steckerlfisch aus Makrele: rauchig, knusprig, direkt vom Spieß

Der Steckerlfisch steht seit Jahrzehnten auf Jahrmärkten und in Münchner Biergärten: eine ganze Makrele, auf einen Holzspieß gesteckt, über der Glut gebraten. Die Zubereitung ist simpel, das Ergebnis intensiv. Die Haut knackt, das Fleisch bleibt saftig.
Die Tradition ist in Bayern am stärksten verwurzelt. Typische Arten sind Makrele, Saibling und Forelle. Die Fische kommen erstmals kalt gesalzen oder kurz mariniert auf den Holzspieß, dann in einem steilen Winkel über das Feuer gestellt. So tropft das Fett nicht in die Glut und die Flammen schlagen nicht hoch.
Zubereitung und Geschmack
Erfahrene Märktler bestreichen den Fisch während des Grillens mit einer Kräuter-Butter-Mischung. Grobes Salz, Zitronensaft und Fenchelsamen spielen eine Rolle. Wer Räucheraromen will, legt Heu oder Buchenholz in die Glut oder arbeitet mit einem kleinen Räucherofen.
Steckerlfisch ist kein Bistro-Gericht. Er ist Straße, Feuer, Gesellschaft. Aufgespießt serviert, wird er mit Brot, Zwiebeln und einem kühlen Bier gegessen. An einem lauen Sommerabend, wenn die Glut glimmt und der Rauch in die Nacht steigt, bleibt von der Makrele oft nur noch das Knochengerüst übrig.
Empfohlen: Kleiner Räucherofen