Steckerlfisch: Makrele am Steckerl, Rauch und Biergarten
Viktualienmarkt in München – Steckerlfischstände seit dem 19. Jahrhundert

Der Duft von Rauch und Zitrone gehört zu Münchens Märkten wie das Bier zum Tisch. Steckerlfisch ist keine feine Restaurantidee, sondern Straßenhandwerk: Makrele oder Saibling werden ausgenommen, mit Salz eingerieben, auf ein dickes Steckerl gezogen und über glühender Kohle gedreht.
Es bleibt schlicht. Kein Panieren. Keine schwere Marinade. Die Haut wird knusprig, das Fett bäumt sich in Tropfen und benetzt das Fleisch. Der Fisch braucht nur Salz, etwas Butter oder Öl und eine halbe Zitrone. So bleibt der Geschmack — salzig, rauchig, unverstellt.
Das richtige Steckerl und der Grill
Wichtig sind die Helfer: ein stabiles Steckerl, eine einfache Grillstelle, konstante Hitze. Das Steckerl hält das Filet spannungsfrei, der Grill liefert direkte Glut. Wer den Winkel beherrscht, verhindert Flammen und erzielt gleichmäßige Bräune.
Steckerlfisch ist Festessen und Imbiss zugleich. An Volksfesten, an Seen und in Biergärten hängt er über den Köpfen, serviert auf Papier mit Zitrone und einem Sidekick aus Brot. Rauch, knusprige Haut, das Klirren eines vollen Bierkrugs — das ist die Szene.
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