Steckerlfisch in München: Makrele am Steckerl
Steckerlfisch am Viktualienmarkt: Makrele auf dem Steckerl

Viktualienmarkt in München: Über einem offenen Rost dampft die Makrele am Steckerl, die Haut knistert, der Duft von Räucherholz zieht durch die Gassen. Steckerlfisch ist kein schnelles Fastfood, sondern eine kleine Volksfest-Inszenierung mit rauchiger Note.
Die Zubereitung bleibt bewusst bodenständig. Ganze Makrelen oder Saiblinge werden ausgenommen, grob gesalzen und auf einen dicken Holzspieß geschoben. Kopf bleibt oft dran. Dann werden die Steckerl schräg über Glut oder in den Grill gehängt, nie direkt in die Flamme.
Zubereitung und Technik
Der Winkel ist entscheidend: ein schräger Sitz bei rund 45 Grad sorgt für langsames, gleichmäßiges Garen. Regelmäßiges Bestreichen mit Butter oder einer Öl-Knoblauch-Mischung hält das Fleisch saftig. Kräuter wie Petersilie oder etwas Pfeffer geben Aroma, Zitronensaft rundet die Öligkeit ab. Forelle funktioniert ebenso wie Makrele; bei dickerem Fisch bleibt das Fleisch innen saftig, die Haut außen knusprig.
An Biergärten, Jahrmärkten und Weihnachtsmärkten in Bayern gehören die Steckerlfischbuden seit Jahrzehnten zur Kulisse. Serviert wird der Fisch meist rustikal—auf Papier, mit Semmel oder einfach pur—und mit einer Portion Publikumslärm dazu.
Abenddämmerung: die Steckerl über der Glut, die Haut knistert, Käufer halten Zitronenschnitze bereit, der Duft von Butter und Rauch mischt sich mit dem Klang klirrender Masskrüge.
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