Telemetrie: Frühbefunde und Angeltipps für Rhein und Donau
Telemetrie-Netz "Deutschland nimmt Gestalt an" – erste Befunde für Angler

Bei der ICPR Fish Expert Group in Koblenz (3.–4. Februar 2026) wurden Fortschritte in der Fischschutz- und Migrationsforschung vorgestellt. Experten hoben den Einsatz eines zunehmenden Telemetrie-Netzwerks hervor: erste Signale zeigen Wanderbewegungen von Lachs und Meerforelle im Rhein, mit wichtigen Passagen rund um Koblenz und Mittelrhein. Der Day‑1‑Report empfiehlt weitere Durchgängigkeit an Wehrstandorten und strukturreiche Uferabschnitte.
Was Angler im April erwarten können
Die Telemetriedaten deuten auf Beginn der Hauptaufstiegsperioden bereits im Frühjahr hin. Am Rhein (Unter- bis Mittelrhein) sind Wassertemperaturen im April typischerweise 6–12 °C; an der Donau bei Regensburg 7–13 °C. Lachse und Meerforellen suchen tieferes Fließwasser (2–6 m), während Hecht und Zander in Schutzzonen und Altarmsystemen (0,5–3 m bzw. 3–8 m) aktiv werden. Fangdruck und Bestandsentwicklung werden durch verbesserte Fischpässe langfristig positiv beeinflusst.
Praktische Tipps für den Start
Empfohlen werden robuste Spinnrute und geflochtene Schnur für Köder von 10–40 g; Wobbler und Gummiköder entlang Strömungskanten in 2–5 m Tiefe. Beim Anfischen an Donaualtarmen sind flach laufende Wobbler, beim Rhein sinkende Wobbler oder Sbirolino-Kombinationen sinnvoll. Wathose ist für gezielte Uferfelder vorteilhaft. Beachtung der Angelgenehmigungen (Angelschein, Schonzeiten) bleibt Pflicht.
Blick nach vorn
Die Kombination aus ICPR-Empfehlungen und Telemetrie schafft bessere Planungsgrundlagen für 2027, doch April ist der passende Monat, um Übergangsmuster zu beobachten: anfangs tiefere Bereiche befischen, auf steigende Temperaturen und vermehrte Laufbewegungen achten.
Empfohlen: atmungsaktive Wathose Gummi