Telemetrie-Netz formiert sich — Bericht aus Koblenz 2026
Telemetrie-Netz formiert sich — Bericht aus Koblenz 2026

Kernaussagen aus Koblenz (3.–4. Februar 2026)
Die ICPR Fish Expert Group traf sich in Koblenz, um Schutz, Wanderung und Bestandsentwicklung im Rhein zu erörtern. Im Fokus standen Telemetrie‑Netzwerke zur Nachverfolgung von Lachs, Aal, Forelle und Großräubern wie Hecht und Zander. Erstmals wurden Projektpläne vorgestellt, wie vernetzte Senderdaten die Lage von Wanderkoridoren in Tiefen von 2–6 m bei Wassertemperaturen von etwa 6–12 °C abbilden können.
Was Angler wissen sollten
Für Sportfischer bedeutet das bessere Laufzeitprognosen: gezielte Befischung während Laich‑ und Aufstiegsfenstern wird einfacher, ebenso Empfehlungen zum Catch‑and‑Release bei empfindlichen Lachsen. An typischen Rheinabschnitten nahe Koblenz und Mittelrhein lohnt sich im Frühjahr eine Spinnrute für aktiv jagende Salmoniden und Zander, im Herbst bieten flache Altarme bei 0,5–1,5 m gute Plätze für Aal und Karpfen. Wathose und strömungsfeste Schuhe sind bei Pegelwechseln ratsam.
Praxis für Fischaufstiege und Planung
Die Telemetriedaten helfen Planern, Fischpässe punktgenau zu platzieren und Durchflussraten zu optimieren. Konkrete Maßnahmen betreffen Ruf- und Lockströmungen, Rampe versus Fallstruktur und Monitoring‑Stationen an Wehren. Ziel ist es, bis 2030 reproduktionsfähige Lachs‑ und Aalepopulationen am Rhein zu stabilisieren—was langfristig auch die Chance auf kapitale Fänge erhöht.
Empfohlen: wasserdichte Wathose Gr. L