26. April — Meerforellenlauf und Flussgeschichte
26. April — Meerforellenlauf und Flussgeschichte

Meerforellen an Nord- und Ostsee
Ende April, oft um den 26. April, zeichneten Küstenangler in Schleswig-Holstein und Mecklenburg in historischen Fangbüchern wiederholt verstärkte Meerforellen-Anlandungen auf. Längere Einträge aus dem 19. und 20. Jahrhundert notieren genau diesen Zeitraum als Höhepunkt der Frühjahrswanderung: Meerforellen verlassen die Küstengewässer und suchen Bodden- und Flussmündungen zur Laichabgabe. Harte Winter und verbesserte Wasserqualität veränderten die Zahlen, aber der rhythmus blieb.
Renaturierung und Wanderhilfen
Ab den 1990er-Jahren begannen an großen deutschen Flüssen gezielte Projekte, um Laichstrecken wiederherzustellen. Bereits Mitte der 1990er wurden an kleinen Zuflüssen der Eider und der Trave Fischtreppen und Sohlgleiten gebaut, sodass Ende April wieder – messbar und dokumentiert – mehr Meerforellen und junge Lachse aufstiegen. Die Arbeiten veränderten lokale Bestände und machten den späten April zu einem Termin, an dem Biologen und Angler gleichzeitig Bilanz zogen.
Praxis für heutige Angler
Historische Beobachtungen und die Renaturierung haben Konsequenzen: Wer Ende April an Ostsee- oder Unterlauf spricht, richtet Angelplatz, Fliegenrute und Kescher auf wandernde Meerforellen aus. Leichte Fliegendefinition, robuste Vorfächer und ein transportabler Kescher gehören in die Ausrüstung. Viele Küstengewässer sind heute streng reguliert; Fangbuch führen und Schonzeiten beachten bleibt Pflicht.
Empfohlen: faltbarer Kescher