Viktualienmarkt: Steckerlfisch, Makrele & die Kunst am Stiel
Viktualienmarkt in München: Steckerlfisch zwischen Grillrauch und Bier

Viktualienmarkt in München liefert jeden Sommer die intensivsten Gerüche: Rauch, Zitronenöl und gebräunte Makrele an langen Holzspießen. Steckerlfisch ist kein Modetrend. Er ist Straßenküche, Volksfest und Handwerk zugleich.
Der erfahrene Angler weiß, welche Fische funktionieren: Makrele first, dann Forelle oder Saibling. Ganze Fische, aufgespießt und mit Öl, Knoblauch, Paprika, Salz und Zitronensaft eingerieben, halten über offenem Feuer. Die Haut karamellisiert. Das Fleisch bleibt saftig.
Technik am Feuer
Wichtig ist der Abstand zur Glut. Kein Flammenschlag, sondern langsames Garziehen. Die Holzspieße, klassisch gerade oder leicht gebogen, geben Stabilität und lassen die Hitze gleichmäßig ziehen. Kurze Drehrhythmen sorgen für Farbe ohne Trockenheit.
Auf Volksfesten wie dem Oktoberfest hat sich das Bild eingeprägt: Menschen mit Bier in der Hand, ein dampfender Steckerlfisch am Stiel, der Geruch vermengt sich mit Gesprächen. Händler am Markt haben ihre bewährten Marinaden, die Kunden kommen wieder.
Der kulinarische Wert liegt in der Einfachheit: frischer Fisch, ordentlich Salz, richtige Hitze. Der Angler, der den See kennt, schätzt dieselbe Direktheit beim Grillen wie beim Fischen: Respekt vor dem Rohstoff, kein Schnickschnack.
Ein Blick zurück auf einen Stand am Viktualienmarkt genügt — Flammen, Zangen, ein satt-goldenes Filet. Dann der erste Biss: salzig, rauchig, noch warm am Stiel.
Empfohlen: lange Holzspieße