Was ist Eisangeln
Eisangeln ist das Angeln durch eine ins Eis gebohrte Öffnung. Der Angler steht direkt über dem Wasser, erreicht es aber nur an den Punkten, die er selbst geschaffen hat.
Was es von jeder anderen Art des Angelns unterscheidet
Nicht die Kälte und nicht die Köder, sondern das Fehlen des Wurfs. Bei allen anderen Methoden entsteht die Entfernung zum Fisch durch den Wurf oder die Strömung; hier fehlt sie völlig — es gibt nur die Tiefe unter den Füßen. Die horizontale Suche wird durch das Bohren eines neuen Eislochs ersetzt, und genau das ordnet in der Methode alles andere um.
Die Öffnung bestimmt alles
Der Durchmesser des Eislochs bestimmt, welcher Fisch sich heraufholen lässt, seine Lage — alles andere: die Tiefe, das Relief darunter, den Abstand zu den Nachbarpunkten. Der Platz wird gewählt, bevor das Wasser überhaupt sichtbar ist: Unter dem Eis sind weder Grund noch Kraut noch Kante zu sehen, und die Entscheidung stützt sich allein auf das Ufer, die Form des Gewässers und das, was frühere Eislöcher gezeigt haben. Deshalb sammelt sich hier Erfahrung langsamer an: Der Angler prüft am Tag so viele Punkte, wie er zu bohren geschafft hat.
Die Präsentation ist nur vertikal
Der Köder bewegt sich nur senkrecht direkt unter der Öffnung. Deshalb funktionieren hier Eisköder — sie sind so gebaut, dass sie beim Fallen oder durch die Hand spielen, nicht durch das Ziehen durch das Wasser.
Geführt wird mit dem Handgelenk, nicht mit dem Arm
Über dem Eisloch gibt es keinen Platz zum Ausholen, und die Bewegung geht vom Handgelenk aus. Deshalb steht der Angler nicht mit ausgestrecktem Arm über der Öffnung, sondern setzt sich dicht heran und gibt dem Ellbogen eine Auflage — ohne sie lässt sich nicht einmal auf kurzer Strecke gleichmäßig führen. Warum die Winterrute gerade so gebaut ist, steht in der Wurzel über die Ausrüstung.
Aktives Angeln und Stellangeln
Entweder bietet der Mensch den Köder selbst an und wechselt von Eisloch zu Eisloch, oder die Angeln stehen und arbeiten ohne ihn. Das sind zwei verschiedene Wege über dasselbe Eis, und oft werden sie kombiniert: Stellangeln stehen, während der Angler daneben aktiv angelt. Beide Wege beantworten dieselbe Frage — wie viel Wasser sich am kurzen Wintertag prüfen lässt.
Warum viele Eislöcher gebohrt werden
Weil ein Eisloch nur ein Punkt ist und das benachbarte oft anders antwortet. Das Wasser lässt sich nur durch Durchprobieren prüfen, und genau deshalb sieht Eisangeln wie ein Gehen mit dem Eisbohrer aus und nicht wie ein Sitzen an einer Stelle.
Was diese Karte nicht erklärt
Die Eissicherheit. Sie ist im ganzen Zweig gleich und wurde deshalb ausgegliedert. Hier gibt es weder Merkmale für tragfähiges Eis noch Normen — in diesem Zweig wird es keine einzige Zahl zum Eis geben.