Beissvorhersage in Düsseldorf

Der Rhein durchquert Düsseldorf als breiter, schiffbarer Strom vorbei an Altstadt und Rheinturm – mit Zander, Hecht, Barsch und Wels. Im Osten fließt die deutlich kleinere Düssel, ruhiger und fernab vom Schiffsverkehr. Der Beissindex unten bildet Hecht, Barsch, Brachse und Karpfen ab.

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Wo man in Düsseldorf angeln kann

Der Rhein durchquert Düsseldorf als breiter, schiffbarer Strom, vorbei an Altstadt, Rheinturm und der Rheinkniebrücke – ein Fluss im Arbeitskleid, mit Frachtschiffen, Buhnenfeldern und Hafenanlagen, nicht in erster Linie eine Sportfischerei-Idylle.

Im Osten der Stadt fließt die Düssel, ein deutlich kleinerer Bach, der durch Gerresheim in den Rhein mündet – ruhigeres, langsameres Wasser fernab des Schiffsverkehrs.

Auch in Düsseldorf gibt es kein öffentliches Register der Angelrechte – Zugang läuft über zahlreiche Vereine entlang des Rheins, etwa den Sport-Angler-Club Düsseldorf-Kaiserswerth, der jahrzehntelang einen eigenen Streckenabschnitt betreute, und den ASV Petri Heil 04.

Geschichte der Fischerei in Düsseldorf

Am Niederrhein aß man historisch viel Süßwasserfisch – vor allem Lachs, dazu Hecht und Stör, Fänge, die den Fischerzünften seit dem 13. Jahrhundert einen festen Platz im Stadtleben sicherten. Der Lachs verschwand aus dem gesamten Rhein 1958 vollständig, nach Jahrzehnten von Industrialisierung, Gewässerverschmutzung, Flussbegradigungen und Wasserkraftausbau – ein Verlust, der die ganze Flussstrecke traf, Düsseldorf eingeschlossen. Erst nach der Sandoz-Chemiekatastrophe von 1986 startete die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins das Programm „Lachs 2000“, heute „Lachs 2020“ – seit über 40 Jahren arbeiten Naturschützer, Fischer und Behörden europaweit daran, den Lachs zurück in den Rhein zu bringen.

Der organisierte Angelsport in Düsseldorf reicht ins frühe 20. Jahrhundert zurück: Im März 1904 trafen sich Angelfreunde in der Gastwirtschaft „Rhein-See-Schifffahrt“ im Düsseldorfer Hafen, im Mai desselben Jahres wurde im Hubertus-Bräu der Angelsportverein Petri Heil 04 gegründet. 1909 folgte der Sport-Angler-Club Düsseldorf-Kaiserswerth im „Zweibrücker Hof“ – von 1909 bis 1977 betreute er die Rheinstrecke von Lohausen bis zur Schwarzbachmündung in Wittlaer. 1928 gründeten 28 Sportfreunde im Restaurant Vossen den ASV Römersee.

Was heute an Rhein und Düssel erlaubt ist – Schonzeiten, Mindestmaße, Fangmengen – legt nicht die Stadt fest, sondern der Landesfischereiverband Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Fischereibehörde, jährlich neu. Vor dem Angeln dort nachfragen, nicht hier.

Rheinkniebrücke über den Rhein in Düsseldorf

Foto: Anil Öztas, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Welcher Fisch beisst und womit

Der Rhein bei Düsseldorf führt ein breites Artenspektrum: Zander, Hecht, Barsch, Rapfen, Aal und Wels kommen vor, dazu Weißfischschwärme in ruhigeren Buchten. Der Beissindex unten deckt Hecht, Barsch, Brachse und Karpfen ab – das gleiche Grundset wie überall auf FisHub.

Spinnfischen auf Zander und Barsch funktioniert am Rhein am besten an Buhnenfeldern und Hafeneinfahrten, wo Strömung auf ruhigeres Wasser trifft. An der deutlich kleineren, langsameren Düssel eignet sich leichtes Posenangeln auf Döbel und Barsch besser als am strömungsreichen Hauptstrom.

Wie man den Beissindex liest

Der Beissindex unten bewertet Luftdruck und dessen Trend für Hecht, Barsch, Brachse und Karpfen – das Grundprinzip ist auf FisHub überall gleich.

Am Rhein spielt neben dem Luftdruck der Schiffsverkehr eine eigene Rolle: Frachtschiffe wirbeln beim Passieren Sediment auf und verändern kurzzeitig, wo sich Fisch aufhält, unabhängig vom Wetter. An der ruhigeren Düssel zählen Luftdrucktrend und Wassertemperatur stärker als am befahrenen Hauptstrom.

Saisonalität des Angelns in Düsseldorf

Mit steigenden Wassertemperaturen im Frühjahr werden Zander und Hecht am Rhein aktiver, rücken näher an Buhnenfelder und Ufer heran. In diese Zeit fallen die gesetzlichen Schonzeiten der Laichfische, deren genaue, für das laufende Jahr geltende Termine der Landesfischereiverband NRW vor Saisonbeginn veröffentlicht.

Sommer und Herbst gelten als stabilste Zeit für Raubfisch am Rhein. Im Winter kann die kleinere, langsamere Düssel an ihren Rändern zufrieren, während der breite, tief fließende Rhein meist offen bleibt.

Was Praktiker raten

Düsseldorfer Angelvereine wie der ASV Petri Heil 04 empfehlen für den Rhein Spinnfischen an Buhnenfeldern und Hafenkanten, besonders bei stabilem Pegel zwischen zwei Schiffspassagen. Für die Düssel gilt klassisches Posenangeln mit Made oder Wurm auf Döbel und Barsch als zuverlässigste Wahl, fernab vom Schiffsverkehr des Hauptstroms.

Fragen und Antworten

Braucht man in Düsseldorf einen Angelschein?
Ja – einen gültigen Fischereischein plus die für das jeweilige Gewässer nötige Angelerlaubnis. Details klärt der jeweilige örtliche Angelverein.

Gibt es noch Lachse im Rhein bei Düsseldorf?
Vereinzelt, dank des Wiederansiedlungsprogramms „Lachs 2000“/„Lachs 2020“ – der Bestand ist aber nicht mit der Zeit vor 1958 vergleichbar, als der Lachs im gesamten Rhein als ausgestorben galt.

Welcher Fisch ist typisch für Düsseldorf?
Zander und Hecht auf dem Rhein, dazu Döbel und Barsch in der Düssel – der Beissindex unten bildet davon Hecht, Barsch, Brachse und Karpfen ab.

Warum ist der Schiffsverkehr für den Rheinfang wichtig?
Frachtschiffe wirbeln beim Passieren Sediment auf und stören kurzzeitig, wie Fisch im Wasser steht – ruhige Phasen zwischen Passagen fischen sich oft besser als der Luftdrucktrend allein vermuten lässt.

Mehr zum Angeln in der Nähe

Grundlagen zur Fliegenrute und zum Uni-Knoten stehen im FisHub-Wiki, ebenso zur Angelpose. Weitere Beissvorhersagen für Deutschland gibt es auf der Übersichtsseite, darunter Köln, ebenfalls am Rhein.

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