Uni-Knoten
Der Uni ist ein Knoten in zwei Rollen. Für sich befestigt er die Schnur am Haken oder Wirbel; sich selbst gegenübergebunden, als doppelter Uni, verbindet er zwei Schnurstücke. Deshalb beherrscht ihn fast jeder, der überhaupt etwas beherrscht.
Wie man ihn bindet
Die Schnur wird durch das Öhr geführt, längs der Hauptschnur zurückgelegt und zu einer Schlaufe geformt. Mit dem Ende umwickelt man beide Stränge und führt dabei durch die Schlaufe — fünf oder sechs Umschläge bei Monofil und mehr bei Geflecht. Dann nässen, die Windungen zuziehen und den Knoten ans Öhr schieben.
Die Windungen müssen in gerader Reihe liegen, eine neben der anderen. Haben sie sich gekreuzt, wird der Knoten neu gebunden.
Der doppelte Uni zum Verbinden
Zwei Stücke legt man parallel gegeneinander und bindet mit jedem seinen eigenen Uni um das benachbarte. Dann zieht man an beiden Hauptsträngen, und die Knoten rutschen aufeinander zu und verkeilen sich.
So verbindet man die Hauptschnur mit einem Vorfach — schnell und ohne besondere Fertigkeit.
Wie viele Umschläge
Die Regel ist einfach: Je glatter und dünner die Schnur, desto mehr Umschläge. Auf dickem Monofil hindern überflüssige Windungen den Knoten am Setzen, auf dünnem Geflecht muss man sie im Gegenteil hinzufügen.
Seine anderen Namen
In englischen Quellen heißt dieser Knoten uni knot, in britischen grinner, und seine gleitende Fassung kennt man als Duncan loop. Es ist ein und dieselbe Bindung: Die Namen kamen aus verschiedenen Traditionen, nicht von verschiedenen Knoten.
Zu wissen lohnt das wegen der Suche: Die meisten Videos und Schemata liegen unter dem englischen Namen.
Eine Schlaufe aus demselben Knoten
Schiebt man den Knoten nicht bis ans Öhr, sondern lässt ein paar Millimeter davor, entsteht eine Schlaufe, in der der Köder frei spielt. Das braucht man bei leichten Wobblern und Fliegen, denen eine starre Befestigung das Spiel nimmt.
Unter Last zieht sich eine solche Schlaufe zu — nach einem ernsthaften Fisch muss man sie also neu binden, sonst ist sie keine Schlaufe mehr.
Wann er verliert
Der doppelte Uni fällt voluminös aus. Muss die Verbindung bei jedem Wurf durch die Ringe der Rute laufen, klopft sie und kostet Weite.
Für diesen Fall gibt es flache Reibungsknoten — vor allem den FG, mit dem Geflecht an ein Fluorocarbon-Vorfach gebunden wird. Sie sind schlanker, verlangen aber Übung und Geduld, und im Wind sind sie schwer zu binden.