Arten von Angelhaken: die Merkmale
Ein Haken hat keinen einzelnen „Typ". Er wird durch einen Satz von Merkmalen beschrieben, und jedes ist von den übrigen unabhängig: zwei Haken können dieselbe Bogenform haben und sich in der Öhrneigung völlig unterscheiden. Deshalb hat in dieser Unterkategorie jedes Merkmal einen eigenen Beitrag.
Merkmale des Hakens selbst
Sie entscheiden, wie der Haken durchdringt und wie er hält.
- Nach Bogenform — die Krümmung bestimmt, wie sicher der Haken den Fisch hält.
- Nach Spitzenform — von ihr hängt der Kraftaufwand ab.
- Nach Widerhaken — mit oder ohne.
Merkmale der Befestigung
Die zweite Gruppe beschreibt den Teil, der den Haken mit Schnur und Köder verbindet.
- Nach Öhrform — Ringöhr oder Plättchen.
- Nach Öhrneigung — wie es zum Schenkel steht.
- Nach Schenkelform — gerade, gebogen oder mit Widerhaken.
- Nach Schenkelfunktion — was er genau halten soll.
Die Öhrform gibt den Knoten vor. Ringöhr und Plättchen verlangen unterschiedliche Knoten, und das ist das Merkmal, das man erst am Wasser bemerkt, wenn der gewohnte Knoten nicht hält.
Merkmale des Zwecks
Die dritte Gruppe beschreibt nicht die Form, sondern die Absicht des Herstellers.
- Nach Zahl der Spitzen — Einzelhaken, Zwillinge, Drillinge.
- Nach Verwendungszweck — für eine bestimmte Methode oder Fischart.
- Nach Einsatzbedingungen — für die Bedingungen, unter denen der Haken arbeitet.
Merkmale ergänzen sich, sie ersetzen sich nicht
Jedes Merkmal beschreibt eine andere Seite des Hakens, sie sind also nicht austauschbar. Derselbe Haken hat gleichzeitig eine Bogenform, eine Öhrneigung, eine Spitze und einen Zweck — das sind keine konkurrierenden Einteilungen eines Gegenstands, sondern verschiedene seiner Dimensionen.
Daraus folgt praktisch: ein Rat der Art „nimm diesen Typ" ist fast immer unvollständig, weil er ein Merkmal von neun nennt. Ein Haken, der vom Zweck her passt, kann von der Öhrform her nicht zu deinem Knoten passen oder vom Widerhaken her nicht zur Gewässerordnung.
Wie man eine Hakenbeschreibung liest
In der Beschreibung stehen die Merkmale nacheinander und wirken gleichrangig. Sie sind es nicht. Zuerst schaut man auf Zweck und Zahl der Spitzen — sie sieben das meiste Unpassende aus. Danach auf die Öhrform, weil davon der Knoten abhängt. Und erst dann auf feine Merkmale wie die Spitzenform, die sich im Gebrauch zeigen.
Den allgemeinen Aufbau behandelt die Kategorie Angelhaken. Die Merkmale ergeben keine Rangliste: es gibt keine „beste" Bogenform, nur eine für die jeweilige Angelei passende. Womit der Haken an die Schnur kommt — im Bereich Angelknoten.