Anfüttern am Eisloch
Der reglose Naturköder in der ruhenden Montage sucht niemanden, deshalb ruht die gesamte Methode auf dem Anfüttern. Seine Aufgabe ist nicht, den Fisch zu sättigen, sondern ihn unter dem Eisloch zu sammeln und zu halten.
Wie das Futter unter das Eis gelangt
Auf zwei Wegen. Direkt ins Eisloch — dann werden feine Partikel auf dem Weg nach unten verteilt, und nicht alles kommt dort an, wo es soll. Oder in einem Futterkorb, der sich erst kurz über dem Grund öffnet — so landet das Futter punktgenau unter dem Eisloch. Der zweite Weg macht das Anfüttern kontrollierbar.
Warum im Winter wenig gegeben wird
Weil der Fisch im Winter weniger frisst und das Futter im kalten Wasser seinen Geruch nicht so weit verbreitet wie im Sommer. Ein überfütterter Punkt hört auf zu wirken: Der Fisch steht satt unter dem Eisloch und ignoriert den Naturköder, und das Übermaß lässt sich vom Grund nicht mehr entfernen. Das ist ein Fehler, der sich nicht sofort zeigt: Erste Bisse gibt es auch an einem überfütterten Punkt.
Mehrere Eislöcher zugleich
Angefüttert wird eine ganze Reihe von Eislöchern, mit der der Tag beginnt. Während der Angler am ersten sitzt, arbeiten die übrigen — und dazwischen wird der Reihe nach gewechselt. Das ist die Suche bei dieser Methode: Der Angler wechselt zwischen bereits fertigen Punkten, statt das Wasser abzugehen — eine kurze Runde statt einer langen.
Wann nachgefüttert wird
Wenn die Bisse häufiger wurden und dann plötzlich aufhörten — das ist ein Zeichen, dass der Schwarm noch da ist, das Futter aber ausgegangen ist. Nachgefüttert wird weniger, als anfangs gegeben wurde. Blieben Bisse dagegen ganz aus, ändert eine zweite Portion nichts: Es liegt nicht am Futter, sondern am Ort — dann wird der Punkt mit etwas Schnellerem gesucht.
Was stört
Frost und Strömung. Im Frost gefriert nasses Futter direkt in den Händen zu einem Klumpen, und statt einer Wolke sinkt ein Stein zum Grund. In der Strömung verschiebt sich der Punkt stromabwärts, und der Naturköder landet oberhalb des angefütterten Flecks — das ist einer der Gründe, warum die Methode im stehenden Wasser eingesetzt wird.
Wie sich das vom sommerlichen Anfüttern unterscheidet
Durch Menge und Genauigkeit. Im Sommer wirkt das Futter als Wolke und über die Ferne mit Geruch, im Winter nur als Fleck direkt unter dem Eisloch. Deshalb zählt der Abstand zwischen den angefütterten Eislöchern mehr als die Zusammensetzung des Futters: Zu weit auseinander, hören sie auf, eine Reihe zu sein, und werden zu einzelnen zufälligen Punkten, an die der Fisch jeweils neu gewöhnt werden muss.
Was hier nicht behandelt wird
Zusammensetzung und Verhältnisse — das ist ein Thema der Wurzel über Köder und Anfüttern, nicht der Methode. Und die Menge in Gramm: Sie hängt vom Gewässer ab, vom Fisch und davon, wie lange gesessen werden soll, und das lässt sich nur am Wasser prüfen.