Was ist ein Blechköder

Der Blechköder ist eine massive Metallplatte mit Haken, die im Wasser zwei Signale erzeugt: Lichtblitze durch Reflexion und Schwingungen, die sich nach allen Seiten ausbreiten.

Woraus er hergestellt wird

Messing, Kupfer, Edelstahl – Metalle, die ihre Form halten und sich nicht schon beim ersten Hecht verbiegen. Die Oberfläche wird entweder auf Hochglanz poliert oder mit Nickel oder Lack beschichtet. Eine matte Oberfläche reflektiert Licht weicher, eine polierte in scharfen Blitzen.

Warum er kein Gewicht braucht

Das Metall sinkt von selbst, und die gesamte Masse des Köders ist sein eigener Körper. Deshalb braucht der Blechköder weder ein Blei noch einen beschwerten Haken: Gewicht, Form und Spiel sind hier ein und dasselbe Bauteil. Eines davon zu ändern, ohne den Rest zu ändern, ist nicht möglich.

Worin er sich vom Wobbler unterscheidet

Der Wobbler hat eine Tauchschaufel, die ihn auf einer festen Tiefe hält, und einen hohlen Körper. Der Blechköder hat weder das eine noch das andere: Die Tiefe ergibt sich aus dem Einholtempo, und der Körper ist massiv. Deshalb führt man den einen in einer festen Wasserschicht, den anderen nach Gefühl in der Hand.

Was an ihm hängt

Der Haken wird hinten an einem Sprengring befestigt, seltener fest eingelötet. Vorne sitzt eine Öse oder ein Karabiner für die Schnur, und genau dort kommt der Wirbel hin, wenn der Köder ein Spinner ist. Ein Karabiner an der vorderen Öse eignet sich gut zum schnellen Wechseln, ist aber ein zusätzliches Glied, das sich früher aufbiegt als die Platte selbst.

Zwei Signale statt eines

Die Lichtblitze wirken über das Auge und nur in klarem Wasser bei Licht. Die Schwingungen, die die Platte um sich herum erzeugt, spürt der Fisch mit der Seitenlinie – im Dunkeln, im Trüben und auf Entfernungen, aus denen nichts mehr zu sehen ist. Das sind zwei verschiedene Kanäle, und sie wirken unter verschiedenen Bedingungen.

Was die Zeit mit ihm macht

Kupfer und Messing dunkeln durch Wasser und Luft nach, Edelstahl nicht. Ein nachgedunkelter Blechköder verliert genau den ersten Kanal, den Lichtblitz, der zweite bleibt ihm dabei erhalten. Deshalb wird ein alter Köder nicht unbrauchbar – er wird zu einem anderen.

Die vordere Öse ist auch ein Bauteil

Ein dünner Sprengring biegt sich beim Hecht auf, ein dicker hindert den Köder daran, frei zu spielen. Deshalb werden Sprengringe zusammen mit den Haken gewechselt, nicht einzeln: Die Kleinteile der Montage arbeiten beim Blechköder genauso an der Belastungsgrenze wie die Platte selbst.

Wie lange er hält

Länger als alle anderen Köder: Das Metall hat nichts zu verlieren, und die Beschichtung nutzt sich langsam ab. Meistens geht der Blechköder beim Hänger verloren, statt sich abzunutzen – und deshalb liegen sie jahrelang in der Box. Das Einzige, was schnell verschleißt, ist der Haken: Er wird an Steinen stumpf und rostet, und er wird gewechselt, ohne zu warten, bis die Beschichtung der Platte selbst abgeht.


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