Wobbler ohne Schaufel

Dieser Köder hat keine Tauchschaufel, und die Rolle des Steuers übernimmt die auf den Rücken verlegte Öse. Der Zug greift nicht vorne, sondern oben an, und dadurch ändert sich alles: der Auftrieb, der Charakter des Spiels und die Art der Führung.

Warum er sinkt

Einen Hohlraum, der den Köder über Wasser halten würde, gibt es hier nicht, der Körper ist flach und gedrungen. Der Wobbler ohne Schaufel sinkt von selbst, und die Tiefe bestimmt nicht die Form, sondern die Pause: Auf welchem Horizont er läuft, entscheidet allein, wie weit man ihn vorher absinken lässt.

Vibration statt Pendeln

Ein flacher, an der Rückenöse aufgehängter Körper pendelt nicht breit, sondern zittert fein. Das ist ein anderes Signal im Wasser als beim Wobbler mit Tauchschaufel, und genau deshalb hält man beide nebeneinander in der Köderbox, statt einen durch den anderen zu ersetzen.

Mehrere Ösenlöcher

Auf dem Rücken ist oft nicht ein einziger Befestigungspunkt vorgesehen, sondern zwei bis drei. Der vordere ergibt einen steileren Anstieg und eine feinere Vibration, der hintere einen flacheren Lauf. Das ist die einzige Einstellmöglichkeit, die diese Köderart überhaupt konstruktiv vorsieht.

Der Lärm im Inneren

Viele Modelle tragen Kugeln im Körper, und bei schneller Führung klappert der Köder spürbar lauter als ein gewöhnlicher Wobbler. Ein leises Modell ohne Kugeln gibt es ebenfalls – die Wahl zwischen beiden hängt davon ab, ob der Lärm im konkreten Gewässer hilft, nicht von der Köderklasse.

Wo er dem Wobbler mit Tauchschaufel überlegen ist

Er fliegt weit, weil er schwer und kompakt ist, und man kann ihn in jeder Tiefe führen – von der Oberfläche bis zum Grund –, indem man einfach die Pause nach dem Wurf verändert. Der Wobbler mit Tauchschaufel kann das nicht: Bei ihm ist der Bereich in der Konstruktion festgelegt.

Wie er geführt wird

Die gleichmäßige Führung ergibt eine gleichmäßige Vibration, Rutenschläge eine Serie kurzer Aussetzer mit Rückkehr. Im Winter wird er vertikal angeboten, einfach im Eisloch auf und ab bewegt: Der an der Rückenöse aufgehängte Köder zittert auch bei dieser Bewegung.

Er ist nicht dasselbe wie ein metallenes Blade Bait

Die flache, plattenförmige Metallvariante des Köders wird ebenfalls an der Rückenöse aufgehängt und ebenfalls ohne Tauchschaufel geführt, ist aber kein Wobbler: Sie hat weder einen hohlen Körper noch eine Rasselkammer, und die Vibration fällt schärfer aus. Gemeinsam haben sie nur den Zugpunkt.

Wo er unterliegt

Ihm fehlt die Tauchschaufel, die den Köder von Hindernissen abprallen lassen würde, und zwei offene Drillinge laufen vorne am Grund entlang – auf hindernisreichem Grund ein Sammler von Hängern. Dort arbeitet ein Weichköder mit verstecktem Haken oder eine Montage mit ausgelagertem Gewicht besser. Und er hält den Horizont nicht von selbst: Wird man langsamer, sinkt der Köder zum Grund, wird man schneller, steigt er auf.


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