Naturköder und Grundfutter
Im Wiki gibt es bereits vier Wurzeln. Angelausrüstung ist das, woraus gemacht ist, was man in der Hand hält. Kunstköder ist das, was im Wasser die Beute ersetzt. Angelmethoden sind die Handlungen des Anglers. Ausrüstung und Sicherheit ist das, was dem Angler zustoßen kann. Diese Wurzel handelt von dem, was der Fisch ins Maul nimmt, und von dem, was man ins Wasser wirft, damit er herankommt.
Drei verschiedene Dinge, die oft verwechselt werden
Der tierische Köder ist ein lebender Organismus oder ein Objekt tierischer Herkunft am Haken. Der pflanzliche Köder sitzt an derselben Stelle am Haken, ist aber kein Organismus: pflanzlicher Rohstoff oder ein hergestelltes Produkt. Grundfutter kommt gar nicht an den Haken: Es wird ins Wasser geworfen und sorgt dafür, dass sich der Fisch dort aufhält, wohin geworfen wurde.
Die Grenze zwischen den ersten beiden verläuft danach, ob das Objekt lebt oder eben noch gelebt hat. Ein Boilie mit Fischmehl hat einen tierischen Rohstoff, ist aber kein tierischer Köder: Am Haken ist er ein Produkt, kein Organismus. Solche hergestellten Köder sind in der Wurzel gesondert zusammengefasst.
Diese Verwechslung ist nicht harmlos. Von Grundfutter erwartet man einen Biss — und ist enttäuscht, obwohl es seine Aufgabe erfüllt hat. Vom pflanzlichen Köder erwartet man, dass er den Fisch anlockt — und wirft ins Wasser, was eigentlich am Haken liegen sollte.
Wodurch sich diese Wurzel von Kunstködern unterscheidet
Der Kunstköder ist kein Futter und gibt sich auch nicht dafür aus: Er ahmt die Beute durch Form, Bewegung und Farbe nach, und der Fisch reagiert auf die Bewegung. Tierischer und pflanzlicher Köder wirken anders — der Fisch erkennt sie als etwas Essbares, und entscheidend werden Geruch, Geschmack und wie lange sie am Haken brauchbar bleiben.
Warum das kein Teil der Angelausrüstung ist
Weil der Gegenstand über etwas anderes beschrieben wird. Haken, Vorfach und Montage werden über Festigkeit und Geometrie beschrieben — das ist Teil der Angelausrüstung. Wurm, Mais und Grundfutter werden über ihr Verhalten im Wasser, ihren Nährwert und ihre Haltbarkeit beschrieben. In einem Abschnitt vermischt, würden sie zu einer bloßen Produktliste.
Wo die Grenze zu den Artikeln verläuft
Der Artikel beantwortet die Frage „Womit fängt man im Frühling Karauschen in diesem Gewässer“ — er ist saisonal und ortsbezogen. Das Wiki beantwortet die Frage „Was ist das, und wie verhält es sich im Wasser“, und die Antwort hängt weder von der Jahreszeit noch von der Region ab. Deshalb lebt dasselbe Wort zu Recht an beiden Orten, und der eine ersetzt den anderen nicht.
Was in dieser Wurzel entstehen wird
Tierische Köder. Pflanzliche Köder. Karpfenköder — hergestellte, vom Boilie bis zum Pellet. Aromen und Lockstoffe. Anköderung und ihr Zubehör. Und Grundfutter, mit dem diese Wurzel beginnt.
Warum Grundfutter als erster Zweig gewählt wurde
Nicht wegen der Größe: Der größte Zweig der Wurzel sind die tierischen Köder. Doch bei einem Teil seiner Themen hängt alles vom Schutzstatus des jeweiligen Tieres ab, den man erst anhand regionaler Verordnungen prüfen muss — ohne diese Prüfung wird die Karte zur Anleitung zum Verstoß. Grundfutter ist von dieser Prüfung frei und erklärt zugleich den Mechanismus, auf dem die übrigen Zweige aufbauen.