Beissvorhersage in Hannover

Hannover liegt an Leine und Ihme, die sich mitten in der Stadt vereinen – beide führen ein für deutsche Großstädte ungewöhnliches Artenspektrum bis hin zu Lachs und Meerforelle. Der Beissindex unten zeigt die aktuelle Aktivität für Hecht, Barsch, Brachse und Karpfen; der bekannte Maschsee bleibt dabei außen vor, dort ist Angeln nicht erlaubt.

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Wo man in Hannover angeln kann

Die Leine durchquert Hannover von Süd nach Nord und nimmt mitten in der Stadt die Ihme auf – beide bieten klassisches Strömungsangeln mit Pose oder Grundmontage auf Friedfisch sowie Spinnfischen auf Barsch und Hecht.

Der Maschsee dagegen, Hannovers bekanntester See mitten in der Stadt, ist auf der Karte als offiziell angelfrei markiert – er dient dem Segeln, Rudern und der Erholung, nicht dem Angeln. Vor Ort beim Fischereiverein Hannover nachfragen, falls sich das geändert haben sollte.

Der Fischereiverein Hannover e.V. bewirtschaftet daneben 28 stille Gewässer – ehemalige Kiesgruben und Teiche im Umland – zusätzlich zu Leine und Ihme.

Geschichte der Fischerei in Hannover

Am 3. Februar 1906 trafen sich rund siebzig Interessierte in der Münchener Bierhalle in der Luisenstraße, um die Gründung eines Angelvereins zu besprechen. Vier Wochen später, am 5. März 1906, erfolgte im „Bayerischen Hof“, ebenfalls Luisenstraße, die eigentliche Gründung als Sport-Angler-Verein Hannover – unter den Gründern der Lehrer Wellhausen, der Magistratsbeamte Laue und Rechtsanwalt Grote als erster Vorsitzender.

1913 wurde der Verein in Fischereiverein Hannover umbenannt. Nach der Auflösung während der Besatzungszeit gründete Wilhelm Gewecke ihn provisorisch neu; die offizielle Wiedergründung folgte am 10. März 1946. Die Mitgliederzahl wuchs von 650 im Jahr 1950 über den 3.000. Beitritt 1977 bis auf heute rund 4.500 – einer der größten und ältesten Angelvereine Niedersachsens.

Was heute an Leine, Ihme und den Vereinsgewässern erlaubt ist – Angelschein, Erlaubnisschein, Schonzeiten – regelt der Fischereiverein Hannover gemeinsam mit dem Land Niedersachsen, jährlich neu. Vor dem Angeln dort nachfragen, nicht hier.

Leine in der Innenstadt von Hannover

Foto: Carlito Scholz, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Welcher Fisch beisst und womit

Leine und Ihme führen ein ungewöhnlich breites Artenspektrum für eine deutsche Großstadt: Neben Hecht, Zander, Barsch, Brassen und Wels leben hier auch Bachforelle, Bachsaibling, Meerforelle und sogar Lachs – Arten, die klares, sauerstoffreiches Wasser brauchen. Der Beissindex unten deckt Hecht, Barsch, Brachse und Karpfen ab.

Für Friedfisch funktioniert klassisches Strömungsangeln mit Pose oder Grundmontage; für Barsch und Hecht Spinnfischen mit Gummiködern oder Wobblern. Der Herbst gilt an Leine und Ihme als stärkste Raubfischphase, das Frühjahr aktiviert Friedfisch in den wärmeren Uferzonen.

Wie man den Beissindex liest

Der Beissindex unten bewertet den Luftdruck und seinen Trend für Hecht, Barsch, Brachse und Karpfen – das Grundprinzip ist auf FisHub überall gleich.

An Leine und Ihme spielt die Wasserführung nach Regen eine größere Rolle als in stehenden Gewässern: Steigt der Pegel schnell, trübt sich das Wasser, und Köder mit Geruch oder Vibration schlagen sichtige Präsentationen. Die Forellen- und Lachsarten reagieren zudem empfindlich auf Wassertemperatur – kühlere Abschnitte nahe Zuflüssen lohnen sich in warmen Sommermonaten besonders.

Saisonalität des Angelns in Hannover

Im Frühjahr, wenn sich das Wasser erwärmt, werden Friedfische in den wärmeren Uferzonen aktiv, sobald die jeweiligen gesetzlichen Schonzeiten enden. Die genauen, für das laufende Jahr geltenden Termine für Hecht, Zander und die Forellenarten legt der Fischereiverein Hannover gemeinsam mit dem Land Niedersachsen fest und veröffentlicht sie vor Saisonbeginn.

Der Herbst bringt an Leine und Ihme die stärkste Raubfischphase auf Hecht und Zander. Im Winter kann der stehende Maschsee zufrieren – für das Angeln ohnehin ohne Bedeutung, da dort kein Angeln erlaubt ist – während Leine und Ihme durch Strömung meist eisfrei bleiben.

Was Praktiker raten

Laut monsterfisch.de zählt die Leine bei Hannover zu den artenreichsten Stadtgewässern Deutschlands – von Aal und Barbe bis zu Lachs und Meerforelle. Für Friedfisch empfiehlt die Seite klassisches Strömungsangeln mit Pose oder Grundmontage, für Barsch und Hecht Spinnfischen. Als stärkste Phase für Raubfisch nennt sie den Herbst, während das Frühjahr vor allem Friedfisch in den wärmeren Uferzonen aktiviert.

Fragen und Antworten

Braucht man in Hannover einen Angelschein?
Ja – einen gültigen Fischereischein plus einen Erlaubnisschein, den Gastangler beim Fischereiverein Hannover e.V. erwerben können.

Kann man im Maschsee angeln?
Nach der Kartierung nein – Hannovers bekanntester See ist offiziell angelfrei und dient Segeln, Rudern und Erholung. Vor Ort beim Fischereiverein nachfragen, falls aktuellere Regelungen gelten.

Warum gibt es in Hannover Lachs und Meerforelle?
Weil Leine und Ihme klares, sauerstoffreiches Wasser führen – ungewöhnlich für eine deutsche Großstadt und ein Grund, warum das Artenspektrum hier breiter ist als anderswo.

Welches Gewässer eignet sich am besten für Anfänger?
Die Leine in der Innenstadt: gut zugänglich, mit klassischem Posen- und Grundangeln auf Friedfisch gut zu befischen und durch den Fischereiverein mit Erlaubnisscheinen erschlossen.

Mehr zum Angeln in der Nähe

Grundlagen zu Laufposen für Strömungsangeln und zum Clinch-Knoten stehen im FisHub-Wiki, ebenso zu Laufbleien für Grundmontagen. Weitere Beissvorhersagen für Deutschland gibt es auf der Übersichtsseite, darunter auch Köln.

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