He vom Silberkarpfen auf koreanische Art
He ist ein Gericht, bei dem der Fisch weder gekocht noch gebraten wird: Das Eiweiß gerinnt durch den Essig, und äußerlich sieht das genauso aus wie beim Erhitzen — das Fleisch wird weiß und fester. Die koreanische Variante unterscheidet sich vom klassischen He mit Essig in zwei Dingen: Knoblauch kommt hier reichlich hinein, und die Zwiebeln kommen zweimal — roh zum Fisch und mit Gewürzen angebraten als heiße Würze.
Diese Würze ist der Kern des Rezepts. Heißes Öl mit Paprika, Koriander und Chili zieht aus den Gewürzen heraus, was kaltes Öl nicht herausholt: Fettlösliche Stoffe gehen ohne Erhitzen nicht in das Gericht über, und ohne diesen Schritt gerät He einfach sauer.
Der Silberkarpfen wird groß gewählt: Ein kleiner hat zu viele Zwischenmuskelgräten, und sie aus Fleisch zu ziehen, das danach nicht mehr gegart wird, ist vergebliche Mühe. Aus einem großen Fisch holt man die Gräten mit der Pinzette, und für ein Kilo Filet sind das fünf Minuten.
Ohne heiß aufgegossene Marinade kommt Klassisches He vom Silberkarpfen mit Essig aus. Wer rohen Fisch lieber meidet, findet in Würzig gesalzenem Hering in Stücken die gesalzene Alternative.
Kaloriengehalt: 175kcal
Den Fisch putzen
Filet ablösen und Gräten ziehen
In Essig marinieren
Die Zwiebeln in zwei Teile teilen
Den Knoblauch pressen
Fisch mit Knoblauch und roher Zwiebel mischen
Die zweite Hälfte der Zwiebeln anbraten
Gewürze zugeben und abkühlen lassen
Würzen und kalt stellen
Servieren
Notizen
- Nur industriell durchgefrorener Fisch, kein frisch gefangener. Essig, Salz und Sojasoße töten keine Parasiten ab — das leisten allein tiefe Temperaturen. Süßwasserfisch aus dem Fluss oder dem Teich isst man nicht roh; für He nimmt man Fisch, der eine Schockfrostung durchlaufen hat.
- Essigessenz mit 70 % ist kein Tafelessig. Zwei Esslöffel Essenz entsprechen etwa vierzehn Esslöffeln neunprozentigen Essigs; die beiden zu verwechseln heißt, ein Kilo Fisch zu verderben. Die Essenz kommt zum Fisch und nicht umgekehrt, und über dem Gefäß atmet man nicht ein.
- Dass der Fisch weiß wird, ist normal. So sieht das Gerinnen des Eiweißes durch die Säure aus, nicht das Verderben. Ist das Fleisch nach einer halben Stunde noch durchscheinend, war es zu wenig Essig.
- Die Würze wird abgekühlt, bevor sie zum Fisch kommt. Heißes Öl gart die Ränder der Stücke nach, und die Textur wird ungleichmäßig.
- Geschüttelt wird stündlich. Die Würze ist dickflüssig und verteilt sich nicht von allein: ohne Schütteln wird die obere Lage scharf und die untere fad.
- Sechs Stunden sind das Minimum, acht bis zwölf geben einen ausgeprägteren Geschmack. Länger als einen Tag lohnt sich das Stehen nicht: Die Zwiebeln fangen an zu gären.
Rezept und Schritt-für-Schritt-Fotos — kolizhanka.net.ua.