Posenruten: mit Rolle und ohne

Das Posenangeln ist die älteste und scheinbar einfachste Methode, und doch gibt es gerade dort die meisten verschiedenen Ruten. Der Grund: eine Pose arbeitet auf jeder Entfernung — vom Uferrand bis zu einigen Dutzend Metern — und jede Entfernung verlangt ihre eigene Montage.

Die Hauptteilung ist die Rolle

Alle Posenruten zerfallen in zwei Gruppen. In der ersten gibt es überhaupt keine Rolle: die Schnur wird an der Spitze befestigt, und die Wurfweite entspricht der Länge der Montage. In der zweiten gibt es eine Rolle, und die Entfernung ist nicht mehr an die Blanklänge gebunden.

Das ist keine Frage der Bequemlichkeit, sondern verschiedene Arten zu angeln. Eine Montage ohne Rolle arbeitet schneller: Anhieb, Drill und neuer Wurf geschehen in einer Bewegung, ohne Kurbeln. Eine Rute mit Rolle reicht weiter und lässt dem Fisch Schnur in die Tiefe.

Die Montage wiegt schwerer als der Blank

Beim Posenangeln entscheidet häufiger die Montage — Pose, Bleie, Vorfach — als die Rute selbst. Der Blank wirft hier keinen Köder wie beim Spinnfischen und zeigt keinen Biss wie beim Feedern: er bringt die Montage aus und drillt den Fisch, alles Übrige erledigt die Pose.

Deshalb sind die Anforderungen an den Blank milder und die an Schnur und Ausbleiung eher strenger.

Die Kopfrute steht für sich

Es gibt eine Variante der Posenmontage, bei der überhaupt nicht geworfen wird: eine lange, gesteckte Rute wird über das Wasser geführt und die Montage genau am gewählten Punkt abgesenkt, danach wird sie ebenso wieder zerlegt, um den Fisch heranzubringen. Das gibt eine Genauigkeit, die kein Wurf erreicht.

Der Preis sind Gewicht und Sperrigkeit: eine solche Montage arbeitet mit Auflagen und braucht Platz am Ufer. Es ist der äußerste Punkt derselben Teilung — je weniger Rolle in der Montage steckt, desto genauer die Präsentation und desto weniger Freiheit in der Distanz.

Wurfgewicht und Aktion liest man hier anders

Das Wurfgewicht einer Posenrute beschreibt die Masse der Montage, nicht des Köders, und bei Ruten ohne Rolle ist es oft gar nicht angegeben: die Grenze setzt dort die Festigkeit des Blanks im Drill. Die Aktion wiederum entscheidet vor allem darüber, ob ein harter Anhieb ein feines Vorfach zerreißt.

Ausführlich in Wurfgewicht der Posenrute und Aktion von Posenruten.

Länge ist hier gleich Entfernung

Bei einer Montage ohne Rolle ist die Rutenlänge zugleich die Angelweite, deshalb wählt man sie für eine bestimmte Stelle am Gewässer. Eine für dein Ufer zu lange Rute wird nicht kürzer, und näher zu werfen, als die Länge erlaubt, ist unmöglich. Behandelt in Länge von Posenruten.

Was in der Unterkategorie steht

Die Arten von Posenmontagen behandelt Arten von Posenruten. Eigene Beiträge gibt es zu dem Begriff selbst, zur Bauweise, zum Material und zur Geschichte. Gemeinsame Merkmale — in Angelruten.

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