Eismontagen am Eisloch

Bei Eisködern zählt vor allem die Bewegung: Sie kommt entweder von der Hand über die Zitterspitze oder vom Köder selbst beim Absinken. Hier fehlt sie völlig: Der Köder steht reglos, und die Montage wirkt allein dadurch, dass sie am richtigen Platz ist.

Zwei Montagen dieser Kategorie

Die Eisgrundmontage legt das Blei auf den Grund und lässt das Vorfach darüber frei. Die Winterpose zeigt den Biss anstelle der Zitterspitze und wird dafür absichtlich unter die Oberfläche versenkt.

Was beiden gemeinsam ist

Keine von beiden braucht Bewegung von Hand – und das hebt die Hauptbeschränkung der senkrechten Köderführung auf. Der Angler kann mehrere Eislöcher nebeneinander halten statt nur eines, in das eine Mormyschka hinabgelassen ist.

Was den Biss zeigt

Die Zitterspitze oder die Pose selbst – je nach Montage. Das Signal ist hier passiv und braucht keine Handbewegung, aber aus der Ferne ist es nicht zu sehen: weder die Zitterspitze noch die versenkte Pose. Deshalb werden solche Löcher nicht wie bei der Eisangel mit Signal über das Eis verteilt, sondern dicht nebeneinander gebohrt – wenige Schritte auseinander, damit alle Signale von einer Stelle aus im Blick sind.

Wie viele Eislöcher gehalten werden

Wie viele genau, entscheiden die geltenden Vorschriften, und die unterscheiden sich von Region zu Region. Die zweite Grenze ist praktisch: so viele, wie vom Sitzplatz aus zu sehen und zu erreichen sind, solange der Köder am ersten Loch noch frisch und das Loch noch nicht zugefroren ist.

Womit dafür bezahlt wird

Mit Zeit. Eine reglose Montage lässt sich nicht im richtigen Moment anschlagen: Bis der Angler hingeht und die Rute nimmt, hat sich der Fisch entweder selbst gehakt oder wieder gelöst. Dafür arbeitet sie weiter, während er das Nachbarloch bohrt.

Der Unterschied zur sommerlichen stehenden Montage

Im Sommer fängt eine Grundmontage auf einem Rutenhalter ebenso von selbst. Das Eis ändert nicht das Prinzip, sondern den Ort: Die Montage steht dort, wo gebohrt wurde, und mehrere Löcher nebeneinander ergeben mehrere Plätze auf einmal – ohne Boot und ohne Wurf.

Was sie nicht sind

Das ist keine Eisangel mit Signal: Dort fängt ein Köderfisch, und es gibt ein von weitem sichtbares Signal. Hier gibt es weder einen Köderfisch noch ein von weitem sichtbares Signal: Zitterspitze und Pose lassen sich nur aus der Nähe ablesen.

Wo sie nicht funktionieren

Bei starker Strömung, die alles außer einem schweren Blei fortträgt, und bei geringer Tiefe – dort passt kein langes Vorfach, und die Montage muss auf einen einzigen Köder über dem Blei verkürzt werden.

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