Was ist eine Mormyschka

Die Mormyschka ist ein Köder, der sich nicht zerlegen lässt: Haken und Körper sind ein einziges Teil. Der Körper wird direkt am Hakenschenkel gegossen oder gesintert, deshalb lässt sich an ihr nichts austauschen.

Wie sie aufgebaut ist

Der Körper ist ein Tropfen, eine Kugel, ein Kegel oder ein flaches Plättchen; die Form bestimmt, wie der Köder hängt und wie er sich bewegt. Die Schnur wird entweder an einer Öse oder an einem Durchgangsloch im Körper befestigt. Die Hakenspitze steht nach außen, in einem Winkel, der ebenfalls beim Gießen festgelegt wird.

Loch und Öse sind nicht dasselbe

Die Öse hält die Schnur an einem Punkt fest, und der Köder pendelt darunter. Das Durchgangsloch erlaubt dem Körper, einen anderen Winkel einzunehmen: Die Schnur wird durch den Körper geführt und am Hakenschenkel befestigt, und die Mormyschka kippt zur Seite – umso stärker, je weiter der Knoten vom Körper entfernt sitzt. Das sind verschiedene Köder, nicht zwei Versionen desselben.

Wozu das Schlauchstück im Loch dient

Der Rand des Durchgangslochs ist hart, die Schnur dünn: Bei der Arbeit reibt sie genau dort. Deshalb steckt man ein Schlauchstück ins Loch – ein kurzes Röhrchen, das diese Reibung auf sich nimmt. Ohne es reißt die Schnur nicht am Knoten, sondern am Köder: Dort ist sie durchgescheuert, und sie reißt im schlechtesten Moment – wenn der Fisch schon am Haken hängt.

Was außer dem Haken noch daran sitzt

Eine Perle, ein Stück Schlauch oder mehrere kurze Röhrchen am Hakenschenkel sind kein Schmuck, sondern ein sichtbarer Punkt, auf den der Fisch zielt. Sie verlangsamen zudem das Fallen des Köders, weil sie Volumen hinzufügen, ohne Gewicht zu bringen.

Der Haken lässt sich nicht wechseln

Die Hakenspitze steht aus dem Metall hervor und stumpft am Rand des Eislochs, am Grund und am Fisch ab. Schärfen lässt sie sich, wechseln nicht, und genau deshalb liegen Dutzende Mormyschkas in der Box. Beim Balance-Köder bleibt der untere Drilling austauschbar, beim Eisblinker der Haken am Ring oder an der Kette; bei der Mormyschka lässt sich gar nichts wechseln.

Warum die Hakenspitze im Winkel absteht

Der Winkel zwischen Hakenschenkel und Körper bestimmt, wohin die Hakenspitze zeigt, wenn der Köder hängt. Er wird mit dem Körper gegossen und lässt sich nicht ändern – deshalb können zwei Mormyschkas gleichen Gewichts und gleicher Form den Fisch unterschiedlich haken, und das sieht man schon in der Box.

Wie sie angebunden wird

An die Öse wird die Schnur mit einem gewöhnlichen Knoten gebunden, durch das Durchgangsloch dagegen wird sie hindurchgeführt und am Hakenschenkel befestigt – sonst nimmt der Köder nicht die richtige Lage ein. Ein an der falschen Stelle geknüpfter Knoten ändert den Hängewinkel stärker als die Form des Körpers selbst.

Was sie mit der Schnur macht

Für die Mormyschka nimmt man dünne Schnur, und sie behält die Windungen von der Spule – der Memory-Effekt. Vom Gewicht des Köders belastet, streckt sie sich nicht sofort – und solange sie das nicht ist, kommt die Bewegung der Zitterspitze nicht vollständig beim Köder an.


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