Schwimmend, sinkend und suspending

Solange der Wobbler geführt wird, tun alle drei Klassen ungefähr dasselbe. Der Unterschied zeigt sich in der Sekunde, in der die Führung gestoppt wird – und genau in dieser Sekunde entstehen die meisten Bisse.

Schwimmend

In der Pause steigt er langsam auf, und bei fortgesetzter Führung wird er von der Tauchschaufel wieder nach unten gedrückt. Ein solcher Wobbler verzeiht Hänger: Führung gestoppt – der Köder steigt von selbst über das Hindernis.

Sinkend

In der Pause sinkt er ab. Das bringt zwei Dinge, die der schwimmende nicht hat: Er lässt sich weiter werfen, weil er schwerer ist, und man kann ihn vor Beginn der Führung erst die gewünschte Tiefe erreichen lassen. Der Preis dafür sind Hänger: Ein Stopp über Totholz endet nicht mit Aufsteigen, sondern mit Festsitzen.

Suspending

Er bleibt dort, wo man ihn gestoppt hat, und steht beliebig lange in der Wassersäule. Genau darin liegt der ganze Sinn dieser Klasse: Der Köder kann direkt vor dem Fisch verharren, ohne aufzusteigen und ohne abzusinken.

Der Suspender ist auf ein bestimmtes Wasser eingestellt

Neutraler Auftrieb bedeutet Gleichheit von Köderdichte und Wasserdichte, und die Wasserdichte ändert sich mit Temperatur und Salzgehalt. Deshalb kann dasselbe Modell in anderem Wasser langsam aufsteigen oder langsam sinken, und das ist kein Fehler des Köders.

Was das Gleichgewicht verschiebt

Fluorocarbon sinkt selbst und zieht den Köder nach unten, geflochtene Schnur umgekehrt. Der Suspender reagiert darauf am empfindlichsten: Ein Wechsel des Vorfachs kann ihn in einen langsam sinkenden verwandeln.

Der Austausch der serienmäßigen Drillinge gegen schwerere verschiebt den Köder Richtung sinkend, gegen leichtere Richtung schwimmend. Am deutlichsten zeigt sich das beim Suspender, der ja gerade als exaktes Gleichgewicht gedacht ist: Mit den Haken übertrieben, wird daraus leicht eine andere Klasse, ganz ohne diese Absicht.

Das eigene Exemplar prüft man im Wasser

Die Klasse auf der Verpackung beschreibt das Modell, nicht den konkreten Köder mit dem Vorfach, dem Karabiner und den Haken, die daran sitzen. Setzen Sie ihn am Ufer ins Wasser und schauen Sie: steigt er auf, steht er oder sinkt er. Das ist die einzige Prüfung, die die eigene Montage vollständig berücksichtigt.

In der Strömung wirkt die Pause anders

Ein gestoppter Köder steigt in stehendem Wasser einfach auf oder sinkt, in der Strömung wird er zusätzlich versetzt. Der schwimmende Wobbler steigt dort nicht senkrecht, sondern in einem Bogen zurück – die Pause wird zu einer eigenen Phase der Führung, nicht zu einer leeren Zeit.

Wie es auf der Verpackung gekennzeichnet wird

Die Klasse wird mit Buchstaben neben Länge und Gewicht angegeben. Das ist eine Beschreibung des Verhaltens in der Pause, keine Bewertung des Köders: Keine der drei Klassen ist an sich besser als die anderen. Die Angabe liest man zusammen mit dem Arbeitstiefenbereich – für sich allein ergibt keine von beiden auch nur das halbe Bild.


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