Was ist eine Köderfischmontage

Die Köderfischmontage ist eine Montage, bei der ein lebender Fisch als Köder dient, während die Montage selbst an ihrem Platz bleibt. Der Raubfisch nimmt den Köderfisch und zieht mit ihm zur Seite; alles Übrige an der Montage ist so gebaut, dass ihm dabei nichts im Weg steht.

Wie sie aufgebaut ist

Ein Vorrat an Angelschnur auf dem Wickelbrett oder der Rolle, ein Blei, ein Vorfach und ein Haken mit Köderfisch. Das Blei hält den Fisch in der gewünschten Tiefe, das Vorfach schützt vor dem Durchbeißen, und der Schnurvorrat lässt den Raubfisch wegziehen, ohne die ganze Montage mitzuziehen.

Wozu der freie Ablauf dient

Läuft die Schnur nicht frei ab, spürt der Raubfisch Widerstand und lässt den Köderfisch los, bevor er ihn geschluckt hat. Deshalb wird die Rolle so eingestellt, dass sie sich beim geringsten Zug dreht, und die Schnur wird locker aufgelegt, ohne Schlaufen und ohne Klemmung. Das ist die Hauptanforderung an die gesamte Konstruktion, alles andere daran ist zweitrangig.

Der Haken für den Köderfisch

Einzel-, Doppel- oder Drilling – die Wahl richtet sich danach, wie der Fisch angeködert ist und wie viel Zeit zum Schlucken bleibt, aber auch danach, wer zugreift: Der Hecht nimmt den Köderfisch quer ins Maul und drückt ihn zusammen; beim Zander durchdringt der Haken das knochige Maul schlechter, er verlangt einen dünneren Haken. Die Arten des Anköderns stehen in einer eigenen Karte, die Hakentypen im Abschnitt über Angelhaken.

Was die Tiefe der Montage entscheidet

Der Köderfisch wird so angesetzt, dass er in seiner eigenen Wasserschicht steht, statt am Grund zu liegen oder direkt unter dem Eis zu hängen. Das regeln das Blei und die Länge des Vorfachs bis zum Haken – zwei Teile, die alles verändern und deshalb umgestellt werden, wenn kein Biss kommt.

Blei: laufend oder fest

Ein Laufblei lässt den Raubfisch die Schnur ziehen, ohne das Metall anzuheben – deshalb wird es häufiger eingesetzt. Ein Festblei ist einfacher gebaut und verändert die Tiefe nicht, erhöht aber im Moment des Bisses den Widerstand. Was ein Blei überhaupt ist, steht in einer eigenen Karte.

Was sie nicht ist

Das ist keine Grundmontage mit totem Köderfisch: Dort wirken Geruch und ein reglos liegender Köder, hier dagegen die Bewegung des lebenden Fisches. Und es ist keine Winterrute: Bei der senkrechten Köderführung gibt die Hand die Bewegung vor, hier gibt sie der Fisch selbst vor.

Was hier nicht behandelt wird

Weder wie viele solcher Montagen aufgestellt werden, noch woher der Köderfisch stammt – das ist Sache der Vorschriften, die von Region zu Region verschieden sind. Und es werden keine Größen genannt – der Köderfisch muss so groß sein, wie ihn der örtliche Raubfisch nimmt, und das zeigt sich am Wasser, nicht im Nachschlagewerk.


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