Körperformen der Mormyschka

Die Körperform der Mormyschka bestimmt zwei Dinge: wie der Köder auf die Bewegung der Zitterspitze antwortet und wie gut er von der Seite zu sehen ist. Den Hängewinkel gibt die Form nur zusätzlich vor – bestimmt wird er vom Befestigungspunkt. Auch das Gewicht bestimmt die Form nicht: Das bestimmt das Metall, dazu gibt es eine eigene Karte.

Kugel und Tropfen

Die einfachsten Körper, symmetrisch: Den Winkel gibt bei ihnen nur der Befestigungspunkt vor, und an der Öse hängen sie am geradesten von allen in der Klasse. Der Tropfen hat bei gleichem Gewicht eine größere Oberfläche als die Kugel, und der Unterschied zeigt sich nicht beim Fallen, sondern darin, wie der Körper auf die Zitterspitze reagiert.

Gestreckte Körper

Ein langer, schmaler Körper hat eine lange Achse, und das Schwingen fällt am Ende breiter aus. Solche Mormyschkas sind von der Seite besser zu sehen. In der Strömung spielt die Länge keine Rolle – dort zählt das Gewicht, und dazu steht es an anderer Stelle.

Gebogene Körper

Die Biegung verschiebt den Schwerpunkt seitlich vom Aufhängepunkt, und der Köder hängt geneigt; die bekannteste dieser Formen ist die Uralka. Das ist die größte Veränderung, die die Form selbst bewirkt – auch wenn der Befestigungspunkt den Winkel noch stärker verändert.

Segmentierte Körper

Mehrere verschmolzene Kügelchen oder Einschnürungen am Körper – das ist die Muraschka und Ähnliches. Am Gewicht ändern sie nichts, aber an der Oberfläche: Sie fängt das Licht anders ein und bietet dem Wasser mehr Widerstand, und auf die Zitterspitze reagiert so ein Körper anders als ein glatter.

Tschortik

Ein Sonderfall: ein gestreckter Körper, bei dem statt eines einzelnen Hakens ein Drilling sitzt – meist eingelötet, seltener unten an einem Ring hängend. Das ist die einzige Stelle in der Klasse, an der der Haken überhaupt abnehmbar sein kann: Bei den übrigen Mormyschkas ändert sich nichts. Der Köder steht fast senkrecht, und der Haken arbeitet unabhängig von ihm – die Bewegung der Zitterspitze erreicht ihn mit Verzögerung.

Was man davon ohne Köderzusatz nimmt

Gebogene und segmentierte Körper gehören vor allem zum Angeln ohne Köderzusatz – warum genau, ist in der Karte über die beiden Schulen erklärt. Für den Köderzusatz nimmt man häufiger einen einfachen Körper, der die Spitze offen lässt.

Form und Metall arbeiten zusammen

Dieselbe Form aus unterschiedlichem Metall ergibt eine andere Größe und eine andere Sinkgeschwindigkeit: Sie hängen gleich und geben die Bewegung der Zitterspitze gleich weiter. Deshalb liegen in der Box Mormyschkas gleicher Form, aber unterschiedlicher Größe – und sie verhalten sich unterschiedlich.

Was die Form nicht macht

Sie macht den Köder nicht auf Distanz auffälliger: Unter dem Eis gibt es wenig Licht, und aus der Ferne liest der Fisch die Bewegung, nicht die Silhouette. Der Unterschied in der Silhouette wirkt erst aus der Nähe. Und die Form ersetzt nicht das Tempo – dieselbe Mormyschka ergibt je nach Führung der Hand unterschiedliche Köder, und nicht umgekehrt.


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