Grundfutter nach Angelmethode
Die Mischung macht man nicht „für Brassen“ und nicht „für Karauschen“. Man macht sie nach der Art, wie sie ins Wasser gelangt — und genau das, nicht die Fischart, bestimmt, wie sie ausfällt.
Drei Arten, das Futter einzubringen
Der Futterkorb trägt die Mischung durch den Wurf und muss sie am Grund abgeben. Die Hand wirft eine Kugel, die fliegen und dabei in der Luft nicht zerfallen darf. Das Eisloch kennt gar keine Horizontale: Das Futter fällt senkrecht durch eine Öffnung von der Größe einer Kugel.
Warum die Anforderungen unvereinbar sind
Eine Mischung, die den Wurf im Futterkorb übersteht, ist fester gepresst, als es am Grund nötig wäre. Eine Mischung, aus der sich gut eine Kugel für die Hand formen lässt, zerfällt im Futterkorb noch vor dem Grund. Und die Wintermischung muss überhaupt nicht fliegen — von ihr wird das Gegenteil verlangt: auf dem Weg nach unten nicht zu stäuben.
Warum die Fischart weniger entscheidet
Sie verändert die grobe Fraktion und mitunter den Nährwert der Mischung — aber nicht, wie die Mischung fliegen und sich öffnen muss. Die Art des Einbringens bestimmt die Mechanik, die Fischart die Füllung, und diese beiden Ebenen zu verwechseln bedeutet, eine Mischung zu machen, die den Grund überhaupt nicht erreicht.
Womit man die Mischung transportiert
Die Hand reicht nicht weit, und zwischen ihr und dem Wasser kommt ein Hilfsmittel ins Spiel. Die Futterschleuder erhöht die Reichweite. Die Futterschale am Ende der Stipprute erhöht die Reichweite überhaupt nicht — bei ihr geht es um Genauigkeit: Das Futter wird an genau denselben Punkt hinabgelassen, ohne aufs Wasser zu schlagen. Die Futterrakete transportiert ein großes Volumen über die Distanz.
Jedes der drei ändert die Anforderungen an die Mischung, und zwar unterschiedlich: Für die Futterschleuder muss die Kugel dicht sein, damit sie im Flug nicht zerfällt; in der Futterschale wird überhaupt keine Festigkeit gebraucht; bei der Rakete muss sich die Mischung von selbst ausschütten, sobald diese sich umdreht.
Was daraus folgt
Ein und derselbe Sack Trockenmischung wird für die drei Arten des Einbringens unterschiedlich vorbereitet, und der Unterschied liegt nicht in der Zusammensetzung, sondern in der Befeuchtung und der Verdichtung. Deshalb lesen sich die drei Karten dieses Abschnitts wie drei verschiedene Antworten auf dieselbe Aufgabe.
Drei Karten
Grundfutter für den Feeder, Grundfutter für das Posenangeln und Wintergrundfutter.